Vorläufiges Endergebnis

Auszählung der Einzelstimmen: AfD in Bad Karlshafen nur noch bei 14 Prozent

Bad Karlshafen. Der Anteil der Stimmen für die AfD liegt in Bad Karlshafen nach dem vorläufigen Endergebnis bei 14 Prozent.

Nachdem die AfD in der Kurstadt nach Auszählung der Listenstimmen mit 22,3 Prozent das hessenweite Spitzenergebnis bei der Kommunalwahlen erzielt hatte, korrigierte sich dieser Wert am Montag nach Auszählung der Einzelstimmen.

Danach legte die CDU auf 21,4 Prozent zu, die SPD kam auf 26,5 Prozent, die FWG als stärkste Fraktion hielt sich relativ stabil bei 38,2 Prozent.

Grund für den starken Rückgang der AfD von 22,3 auf 14 Prozent war, dass überraschend viele Wähler die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens genutzt hatten und ihre Stimmen (bis zu drei pro Person) über die Parteigrenzen hinweg vergaben. Damit wurden gezielt einzelne Kandidaten gefördert oder andere durch Streichung gestraft.

Nach Stand von Montagmittag wird in Bad Karlshafen die FWG stärkste Fraktion im Parlament mit sechs Sitzen, gefolgt von der SPD mit fünf Sitzen und der CDU mit vier Sitzen. Die bisher nicht in der Stadtverordnetenversammlung vertretene AfD erhält zwei Sitze.

Die meisten Stimmen erhielt Heiner Wehmeier (FWG) , gefolgt von Kai-Timo Wilke (FWG), Jost Riedel (FWG), Andrea Löschner (SPD), Florian Kohlweg (AfD) und Claudia Ziegler (CDU).

Die erste Trendmeldung von über 22 Prozent für die rechtspopulistische AfD in Bad Karlshafen hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht, zumal die Stadt ihre Stimmen als erste ausgezählt und gemeldet hatte. Am Montag gab es ständig Presseanfragen im Bad Karlshafener Rathaus, wo Bürgermeister Ullrich Otto sich Mühe gab, den Eindruck eines Rechtsrucks in der für ursprünglich Flüchtlinge gebauten Barockstadt abzuwenden. Flüchtlingsthematik spielte im Wahlkampf der AfD keine besondere Rolle. Für eine Spaltung der Stadt sorgte die AfD durch ihren Bürgerentscheid zur Hafenöffnung.

Rubriklistenbild: © dpa

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