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Besitzgesellschaft Beberbeck insolvent

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Beberbeck. Die Besitzgesellschaft Dömäne Beberbeck GmbH hat Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Kassel gestellt. Der Auftrag und wirtschaftliche Zweck der hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Stadt Hofgeismar war die Entwicklung der landeseigenen Staatsdomäne zu einem riesigen Ferienresort.

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Nachdem der Kaufvertrag zwischen dem Land Hessen und der Besitzgesellschaft zum Jahresende 2010 nicht wirksam werden konnte, habe man jetzt handeln müssen, erklärten am Freitag die beiden Geschäftsführer der GmbH, Wilfried Eckart und Karl-Heinz Gerland, gegenüber unserer Zeitung. Der Grund sei bilanztechnischer Natur, so die Geschäftsführer. Die Gutachten zur Bauleitplanung wären in der Bilanz der Gesellschaft als Aktiva-Posten bislang mit einem Wert von rund 500.000 Euro beziffert worden. „Diese 500.000 mussten nun abgeschrieben werden“, erläuterte Wilfried Eckart, „damit war die Gesellschaft überschuldet.“ Der Grund: Der Weiterverkauf der Domäne durch die Besitzgesellschaft ist nicht mehr möglich, weil das Land Hessen vorerst Eigentümerin bleibt. Damit kann sich die Besitzgesellschaft auch nicht refinanzieren - so wie es der Plan gewesen war.

Text aktualisiert um 15 Uhr

Die Besitzgesellschaft hatte sich insgesamt 3,5 Millionen Euro bei Banken leihen können, um ihr Geschäft zu betreiben. Die Kreditkonditionen waren vergleichsweise günstig, weil die Stadt Hofgeismar Bürgschaften in dieser Höhe übernommen hatte.

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Jetzt entscheidet der Insolvenzrichter, wie es mit der Besitzgesellschaft weitergeht. Eine Möglichkeit ist, dass ein Insolvenzverwalter die Gesellschaft abwickelt. Eine andere ist, dass die Gesellschaft weiterarbeitet. Das setzte allerdings voraus, dass die Stadtverordentenversammlung die kommunale Bürgschaft noch einmal erhöht und so für neue Liquidität der Besitzgesellschaft sorgt.

Später mehr.

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