80-Jähriger ausgezeichnet 

Ehrung für Engagement: Bürgerpreis Hofgeismar ging an Rudolf Berndt

Ausgezeichnet: Rudolf Berndt mit Bürgermeister Markus Mannsbarth und Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing.. Foto: Temme

Hofgeismar. Ohne ihn hätte Kelze heute weder eine Schützenhaus noch eine Heimatscheune: Rudolf Berndt hat im Lauf seines Lebens viel angestoßen, engagierte sich vor allem für sein Heimatdorf Kelze.

Für seinen ehrenamtlichen Einsatz wurde der 80-Jährige beim Neujahrsempfang nun mit dem Bürgerpreis der Stadt Hofgeismar ausgezeichnet. 

Allein 20 Jahre war Berndt Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung, kämpfte dort in den Reihen der SPD. „Für mich als ehemaligen Landwirt war diese Partei ungewöhnlich, doch ich bin schon immer meinen eigenen Weg gegangen.“ Als Ortsvorsteher lenkte er die Geschicke des Dorfes ebenfalls 20 Jahre, legte das Amt Ende der 90ger Jahre nieder und ist nun Ehrenortsvorsteher. 1999 organisierte der Senior die 300-Jahr-Feier des Ortes und gründete anschließend den Heimatverein, dessen Ehrenvorsitzender er inzwischen ist. „Wir hatten soviel damals zusammengetragen, da bot es sich an, den Verein zu gründen“, erinnert sich der gebürtige Kelzer mit hugenottischen Wurzeln.

Doch auch weitere Ämter bekleidete Berndt: Jahrzehnte war er Ortslandwirt und Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft. Eine Wahlperiode mischte er im Kirchenvorstand mit und gehört seit den fünfziger Jahren der örtlichen Feuerwehr an. „Ich musste mich damals zwischen Kirche und Politik entscheiden - es wurde mir einfach zuviel.“ Weiterhin gehörte er dem Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Hofgeismar an und brachte sich in der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe ein. Seit mehr als 50 Jahren schlägt sein Herz für den Kelzer Schützenverein. Früher hätten sie im örtlichen Gasthaus schießen müssen - irgendwann sei er auf die Idee gekommen, dass sich der Platz beim Schwimmbad gut für ein Schützenhaus eigne. Zeit seines Lebens hat sich Berndt für die Allgemeinheit eingesetzt. Noch immer lässt es sich der Senior nicht nehmen allmorgendlich ein Hofgeismarer Café aufzuchen, wo er mit Bekannten Neuigkeiten austauscht. Mit seiner Frau lebt er im eigenen Haus im Hugenottendorf. Drei Kinder und sieben Enkel gehören zu seiner Familie.

Neues beim Hofgeismarer Neujahrsempfang

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.