Burger King in Hofgeismar: Das sagt die Konkurrenz

Hofgeismar. In den sozialen Netzwerken hat diese Nachricht riesige Wellen geschlagen. Weltkonzern Burger King kommt nach Hofgeismar.

Lokale Anbieter bekommen einen scheinbar übermächtigen Mitbewerber im Geschäft mit dem schnellen Hunger. Als Bedrohung oder Konkurrenz sehen viele diesen jedoch nicht. Die Burger-Kette könnte sogar positive Auswirkungen auf die Geschäfte haben, meint mancher.

Die Filiale wird direkt gegenüber dem Backhaus der Bäckerei Amthor gebaut. Geschäftsführer Marcel Simon ist bezüglich seines neuen Nachbarn geteilter Meinung. Einerseits hat er die Befürchtung, dass sein Tagesgeschäft mit Snacks wie belegten Brötchen oder Würstchen leiden werde. Andererseits könnte die Fast Food-Kette einen positiven Effekt auf das Gewerbegebiet Jahnsportplatz haben. „Je mehr Frequenz hier ist, desto mehr Kunden könnten kommen. Es ist gut für uns, wenn das Gebiet hier weiter ausgebaut wird“, sagt Simon.

Nur mit leichten Verlusten rechnet Sinan Ölge, Inhaber der Pizzeria Picobello Kemer Döner. Jedoch sieht er keine Gefahr für sein Geschäft. „Ich habe meine Stammkundschaft, die seit elf Jahren zu mir kommt. Die werden auch weiter hier essen.“ Nur die Laufkundschaft werde wahrscheinlich weniger. Als direkte Konkurrenz sieht er Burger King aber nicht. „Die Leute wollen Abwechselung. Das kann ich verstehen. Die jungen Leute fahren ja auch nach Vellmar (zu McDonald’s), wenn sie was Anderes wollen.“ Dennoch finde er den Bau der Filiale nicht gut.

Essbar-Inhaber Viktor Seider bleibt beim Thema Burger King gelassen und sieht den Konzern ebenfalls nicht als Konkurrenz. Er befürchtet keine Einbußen für sein Geschäft. Ganz im Gegenteil. „Ich glaube, dass Burger King Probleme haben wird, genügend Kunden zu haben, um schwarze Zahlen zu schreiben.“ Hofgeismar sei für die Ambitionen einer solchen Kette einfach zu klein.

Burger und Pommes gibt es auch im Schlemmergrill der Fleischerei Köhler. Jedoch steht hier bürgerliche Küche im Vordergrund. „Wir bieten eine ganz andere Küche an als Burger King. Daher sehe ich die nicht als Konkurrenten“, sagt Juniorchef Felix Köhler.

„So große Fast Food-Ketten sind nicht wirklich eine Konkurrenz für lokale Anbieter“ sagt auch Anna Homm, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle Kassel des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. „Es funktioniert in vielen kleineren Städten auch.“

Das liege vor allem daran, dass Ketten wie Burger King ein jüngeres Klientel ansprächen.

Von Markus Schäfer

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