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CDU-Kandidat Brand: Keine Windkraft auf Heuberg

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Von: Göran Gehlen

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Lockere Wahlkämpfer: Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler (von links) scherzte mit Ministerpräsident Volker Bouffier und CDU-Bürgermeisterkandidat Gotthard Brand. Der öffentliche Teil des Sommerfestes zeigte aber auch: Die CDU hat nicht vor, den Wahlkampf weiter vor sich hin plätschern zu lassen. Foto: Gehlen
Lockere Wahlkämpfer: Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler (von links) scherzte mit Ministerpräsident Volker Bouffier und CDU-Bürgermeisterkandidat Gotthard Brand. Der öffentliche Teil des Sommerfestes zeigte aber auch: Die CDU hat nicht vor, den Wahlkampf weiter vor sich hin plätschern zu lassen. © Foto: Gehlen

Hofgeismar. In Hofgeismar kämpfen drei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters. Sie machen Straßenwahlkampf, treten auf Festen auf, sprechen mit Vereinen. Wir begleiten in einer Miniserie jeden Kandidaten einmal auf einem Wahlkampftermin. Den Anfang macht Gotthard Brand (CDU) am Freitagabend. Der überraschte mit einer Kehrwende in Sachen Windkraft.

Dass die Hofgeismarer CDU einen guten Draht nach Wiesbaden hat, zeigte sich bei der Vergabe des Hessentages. Doch dass am Freitagabend ein amtierender Ministerpräsident Wahlkampf für den Bürgermeisterkandidaten einer 16 000-Einwohner-Stadt machte, beweist wie eng die Verbindung wirklich sind.

CDU-Kandidat Gotthard Brand und Ministerpräsident Volker Bouffier machten aus dieser Nähe auch keinen Hehl - sondern trugen sie demonstrativ zur Schau. Es sei für den zukünftigen Rathauschef wichtig, eigene Verbindungen zu haben und „Leute zu kennen, die an den entsprechenden Stellen sitzen“, sagte Brand auf dem Sommerfest an der Alten Turnhallen.

Doch der 53-Jährige beließ es nicht dabei, sondern kündigte auch eine erstaunliche Wende in Sachen Windkaft an: Bisher stand die CDU hinter der Idee, Windräder auf dem Heuberg zu bauen, jetzt schwenkt Brand deutlich um - und macht damit Wahlkampf: „Mit mir wird es keine Windkraft auf dem Heuberg geben“, rief er und erntete Applaus bei den über 100 Zuhörern. Angesichts der touristischen Bemühungen der Stadt sei es kontraproduktiv eine Bebauung dort zuzulassen. Der Versuch, dem Regierungspräsidium Flächen anzubieten und zu hoffen, man werde ansonsten mit Windrädern in Ruhe gelassen, sei „grandios gescheitert“.

In die Offensive ging Brand auch bei einem anderen Thema - offenbar um persönlichen Attacken zuvorzukommen. In der SPD habe man Angst vor ihm, es kursierten Schriftstücke, er habe „Dreck am Stecken“: Brand erwähnte dann selbst die Anklage wegen Beihilfe zur Untreue und Insolvenzverschleppung vor einigen Jahren. „Das Gericht hat dann gesagt, da ist nichts dran. Sowas ist ein normaler Vorgang.“ (gör)

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