Chamäleon neuer Star an Hofgeismarer Gustav-Heinemann-Schule

Können gar nicht genug bekommen vom neuen GHS-Chamäleon: Die Schülerinnen Lianna Hopf (links) und Paula Hofeditz mit Referendarin Heidi Schwarz (Mitte). Foto: S. Hoffmann
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Können gar nicht genug bekommen vom neuen GHS-Chamäleon: Die Schülerinnen Lianna Hopf (links) und Paula Hofeditz mit Referendarin Heidi Schwarz (Mitte).

Hofgeismar. Chamäleon Linné ist gestresst. Als Star des Biologieclubs der Hofgeismarer Gustav-Heinemann-Schule lässt es das Blitzlichtgewitter dennoch tapfer über sich ergehen.

Förmlich zusehen kann man aber, wie sich das satte Grün seiner schuppigen Haut ganz langsam mit braun-roten Schattierungen überzieht.

„Ein Zeichen dafür, dass es unter Anspannung steht“, sagt Heidi Schwarz, nachdem sie Linné ganz vorsichtig aus dem neu gebauten Terrarium gehoben hatte, um ihn den Schülerinnen Lianna Hopf und Paula Hofeditz aus der Nähe zu zeigen. Selbst halten dürfen sie das zweieinhalbjährige Tier nicht, „ein Chamäleon ist schließlich kein Kuscheltier.“

Schwarz weiß genau, wovon sie spricht. Die Referendarin hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den Leguanarten innerhalb der Schuppenkriechtiere auseinandergesetzt und sich ein beachtliches Wissen angelesen. „Viele denken, Chamäleons würden ihre Farbe dem Umfeld anpassen, doch das ist ein Trugschluss“, so die 30-Jährige. Tatsächlich sei die Färbung ein Ausdruck der jeweiligen Gemütslage. „Linné fühlt sich bei uns offenbar wohl, das zeigt seine überwiegend grüne Färbung.“

Selbstverständlich sei das nicht - die ersten Tage der Umsiedlung könnten bei Reptilien nämlich durchaus kritisch sein. „Viele kommen mit ihrer neuen Umgebung nicht zurecht, können im schlimmsten Fall sogar sterben“, weiß die angehende Lehrerin vom Kasseler Tierhändler, über den sie Linné bekommen hat. Intensives Beobachten sei daher in den ersten Tagen wichtig gewesen, wie auch der Aufbau eines optimalen Lebensumfeldes.

Dabei hat Referendariatskollege Hannes Buschenlange geholfen. „Eine echte Herausforderung“, sagt der 26-Jährige. Der angelieferte Bausatz sei nämlich ohne jegliche Art von Anleitung geliefert worden. Spezielle Belüftungsfenster und Wärmelampen habe er eingebaut, um die optimalen Haltungsbedingungen zu schaffen. Zwischen 20 und 25 Grad seien im Winter perfekt. Im Sommer dürfe es ruhig etwas wärmer sein, auch Temperaturdifferenzen innerhalb des Terrariums seien wichtig. „Deshalb haben wir mehrere Thermometer eingebaut“, erklärt Stefanie Löffler, die gemeinsam mit Kollegin Renate Werner den Bioclub leitet. Sie war auf die Idee gekommen, ein Chamäleon anzuschaffen und freut sich, dass es so gut bei den Schülern ankommt.

„Es hat sich rasend schnell herum gesprochen, dass wir einen neuen Bewohner haben“, so die 46-Jährige, die sich nun gemeinsam mit den Schülern darauf freut, mit den Forschungsarbeiten rund um Linné zu beginnen.

Themen gebe es reichlich: Angefangen von der Ernährung bis hin zur Färbung der Haut. Und so lange die grün ist, wissen sie genau: Linné geht es gut.

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