Eine Wandertour am 1. Mai ist für viele Tradition

Maitour von Hümme nach Hofgeismar: Schüler der Hofgeismarer Albert-Schweitzer-Schule und deren Anhang zogen am Sonntag mit Bollerwagen im Gepäck von Hümme nach Hofgeismar. Dort wurde dann im Garten gegrillt. Fotos: Temme

Hofgeismar/Liebenau. Einst wurde an jedem Ort in den Mai getanzt und vielerorts flatterten die bunten Bänder an den Maibäumen in der Luft. Während dies stets weniger wird, sind Maitouren mit dem Bollerwagen für viele immer noch ein Muss.

„Wir gehen jedes Jahr mit der Familie am ersten Mai wandern“, sagt Erika Olslchweski, die mit ihren Kindern Richtung Schöneberg unterwegs war. Doch nicht nur kleine und große Wandergruppen waren gestern überall im Grünen mit Bollerwagen anzutreffen, auch auf Fahrrädern und mit Pferden waren viele in der Natur unterwegs.

In Liebenau gibt es nicht nur eine Maibaumaufstellung, sondern anschließend wird in der Festscheune auch in den Mai getanzt. Inzwischen ist in der Gemeinde die Feuerwehr für das Aufstellen des elf Meter hohen Mastes zuständig, der mit einem Schlepper in die Höhe gezogen wird. „Das geht bei uns meist recht schnell, gemeinsam wird dann noch ein Lied gesungen und das war es dann auch“, schilderte Ortsvorsteher Stefan Mikus die Aktion. Bei der anschließenden Tanzveranstaltung seien zwar nicht so viele wie im Vorjahr gewesen, dafür hätten die 120 Besucher mehr getanzt.

Seit bald 100 Jahren lässt es sich der Hofgeismarer Männerchor nicht nehmen, den Mai mit Liedern zu begrüßen. Zum 98. Mal sang der Chor zur mitternächtlichen Stunde von der Rathaustreppe, wobei natürlich der Klassiker „Der Mai ist gekommen“ nicht fehlen durfte. Wesentlich mehr Besucher als in den Vorjahren waren zum Maieinsingen gekommen, worüber sich die Chorsänger besonders freuten.

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