32.000 statt 40.000 Euro

Günstiger als geplant: Fußgängerbrücke über die Bäche in Hofgeismar ist fertig

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Wieder sicher begehbar: Die Brücke über die Bäche ist nun offiziell freigegeben (von links): Bürgermeister Markus Mannsbarth, Bauingenieur Reinhard Rudolph vom Bauamt der Stadt sowie Erster Stadtrat Günther Ebel, der in der Nähe wohnt.

Hofgeismar. Die neue Brücke über den Graben der Bäche am Ulmenweg in Hofgeismar ist jetzt endgültig fertiggestellt.

Nachdem die Metallkonstruktion schon vor mehreren Wochen aufgestellt wurde am Dienstag mit der Montage eines Edelstahl-Handlaufes die letzten Arbeiten erfolgten, wurde der Steg am Mittwoch offiziell freigegeben.

Um den Steg hatte es im Vorfeld Diskussionen unter den Bürgern gegeben weil zunächst befürchtet wurde, der alte baufällige Steg würde ersatzlos abgebrochen. Darauf wollten die Anwohner jedoch nicht verzichten, weil die kleine Brücke eine direkte Verbindung der Gehwege durch den Grüngürtel vor der Stadtmauer darstellt. Zudem ist ein Spielplatz in der Nähe.

Die Brückeninspektion hatte ergeben, dass die alte Brücke aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden und auch nicht mehr repariert werden konnte, schilderte Bürgermeister Markus Mannsbarth die Vorgeschichte. In Gesprächen mit den Behörden wurde erreicht, dass die Brücke mit zusätzlichen Pfeilern abgestützt und so zumindest während des Hessentages in 2015 genutzt werden konnte. Da die Pfeiler aber die Durchflussbreite einengten und die Rückstaugefahr erhöhten, durfte das keine Dauerlösung sein und der Steg wurde anschließend abgebrochen.

Die Frist bis zum Neubau dauerte unter anderem wegen der umfangreichen Planung und der Behördenabstimmungen und Genehmigungen ein halbes Jahr. Immerhin musste kein Neubauantrag gestellt werden, weil die neue Brücke nur ein nahezu identischer Ersatzbau für die alte ist, sonst hätte es noch länger gedauert.

Um die Instandhaltungskosten zu senken, verzichtet die neue Brücke auf Holzbauteile. Die Konstruktion ist aus verzinktem Stahl sowie einem Handlauf aus glatterem Edelstahl. Die wie Holz aussehenden Bohlen am Boden sind aus wiederverwendetem Kunststoff, der nach Firmenangaben 30 bis 50 Jahre halten soll, berichtete Reinhard Rudolph vom Bauamt der Stadt.

Der Steg ist genauso breit wie der alte Steg, allerdings etwas kürzer. Dafür wurden die mit wiederverwendetem Pflaster aus der Fußgängerzone belegten Eingangszonen verbreitert und verlängert. So können hier auf befestigtem Untergrund auch Rollatoren (Gehhilfen, im Volksmund kurz Rolli) oder Kinderwagen zwischengeparkt werden, ohne dass die Fußgänger beim Warten auf entgegenkommende Menschen auf der Straße stehen zu müssen.

Durch den geringeren Materialaufwand und die teilweise wiederverwendete Gründung sanken die Kosten für die Brücke von ursprünglich kalkulierten 40.000 auf 32.000 Euro.

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