Bauern warten auf Regen

Hitze schadet Feldern und Wäldern - Raps wahrscheinlich verloren

Es ist trocken und es staubt: Das heiße Wetter macht den Landwirten zu schaffen. Speziell die Rapssaat ist nur stellenweise aufgegangen, weil die Feuchtigkeit fehlt. Auch die Mais- und Zuckerrübenernte wird voraussichtlich schlechter als sonst ausfallen. Das Bild hat HNA-Leser Christoph Roth aus Hofgeismar kürzlich bei der Getreide-Ernte aufgenommen.

Hofgeismar. Der Raps ist wahrscheinlich verloren, für Rübe und Mais ist die Prognose etwas besser - die anhaltende Trockenheit und Hitze macht den Bauern im Kreisteil zu schaffen. 

Sie warten auf Regen. Ab Freitag kühlt es laut Wettervorhersage ab und die ersten Tropfen seit Langem sollen fallen.

„Auch wenn es am Wochenende regnen sollte, ist es für den Raps wahrscheinlich trotzdem zu spät“, sagt Kreislandwirt Reinhard Rudolph. Die Saat sei nur stellenweise aufgegangen, weil Feuchtigkeit fehle. Glück haben die Bauern, deren Raps auf guten Böden steht. „Die weisen eine höhere Grundfeuchte auf, im Gegensatz zu Tonböden, die wenig Wasser an die Pflanzen abgeben.“

Laut Ralf Desel vom Regionalbauernverband Kurhessen leiden auch Mais und Zuckerrüben unter der Hitze. Der Zuckergehalt der Rüben profitiere zwar von den zahlreichen Sonnenstunden, doch wirke sich die Trockenheit am Ende auf den Ertrag aus. Auch beim Mais sei mit weniger Ertrag zu rechnen als üblich. Etwas Gutes hat das derzeitige Wetter: „Die Bauern können ihre Arbeiten im Trockenen verrichten“, sagt Desel.

Neben den Feldfrüchten leiden außerdem die Bäume. Spaziergänger, die sich zurzeit im Wald aufhalten, können dies auch beobachten: „Die Blätter werden in diesem Jahr sofort braun und färben sich nicht wie üblich von grün zu rot und gelb und werden dann erst braun“, sagt Petra Westphal von Hessen Forst. „Die Bäume sind im Trockenstress. Wenn dies mehrere Jahre hintereinander vorkommt, wird es gefährlich für den Wald.“

Auch Blumen haben zurzeit mit der Hitze zu kämpfen und brauchen viel Pflege. Die Stadt Hofgeismar zum Beispiel erstellt jedes Jahr einen Bewässerungsplan für ihre Beete, den die Gärtner wöchentlich abarbeiten. „Die Mitarbeiter sind den ganzen Tag unterwegs und gießen “, sagt Wilfried Eckart von der Stadt Hofgeismar.

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