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Ferienresort-Beberbeck: Investoren bleiben unbenannt

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Noch sind große Teile Beberbecks geschützt: Die Sorge bei Kritikern, dass mit einem Ferienresort dieser Status aufgegeben werden müsste, ist groß. Foto:  Henke

Hofgeismar. Der eine sieht die Chancen, die anderen sehen die Risiken. In der Frage des Ferienresorts Beberbeck gibt es kaum vermittelnde Positionen.

Jedenfalls gab es die nicht am Mittwochabend als sich Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler (CDU) der Diskussion mit der Bürgerinitiative „Pro Beberbeck - regional denken“ stellte. Aber das hatte wohl ernsthaft auch niemand erwartet. Denn während der Bürgermeister schon seit sechs Jahren hartnäckig und gegen viele Widerstände „sein“ Resort-Projekt vorantreibt, halten die Kritiker bereits ebenso lange dagegen. Die Argumente für und wider sind alle ausgetauscht. Da findet sich weder hüben noch drüben gänzlich Neues.

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Neu ist deshalb auch nicht, dass sich Sattler wieder einmal ganz nah am Ziel sieht. Anfang bis Mitte August könnten die Verträge mit der internationalen Investorengruppe unterzeichnet werden, gab er bekannt. Derzeit würden noch Wirtschaftsprüfer und Anwälte Daten und Fakten prüfen, um in zwei bis drei Wochen alles in ein endgültiges Vertragswerk gegossen zu haben, gab sich der Bürgermeister zuversichtlich. Wer allerdings diese Gruppe ist, die das 250 bis 300-Millionen-Euro-Projekt stemmen will, das wollte Sattler immer noch nicht verraten. „Da ist weiter Stillschweigen vereinbart.“

Dass es irgendwann tatsächlich zum Baubeginn in Beberbeck kommt - und sich nicht doch noch als „Henners geplatzter Traum“ erweist - ist die Befürchtung vieler. Die Hauptsorge gilt dem Ausverkauf von Natur und Landschaft. Dieses Projekt habe ein „hohes Zerstörungspotenzial für ein Naturjuwel“, wie es Beberbeck und der Reinhardswald darstelle, so ein Teilnehmer der Diskussion. Der Druck auf das Ökosystem Reinhardswald, der von einer Anlage ausgehe, in der zehntausende Menschen im Jahr Urlaub machen wollten, sei enorm.

Dass die Region von einer solchen Gästezahl in nennenswertem Umfang profitieren kann, wie Heinrich Sattler es sieht, bezweifeln viele. Ein solches Resort sei ja gerade darauf angelegt, die „Leute auf dem Gelände zu halten“ und sie nicht allzuoft nach außerhalb zum Geldausgeben fahren zu lassen.

Für Sattler verspricht das Beberbeck-Resort dennoch vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht ein Gewinn zu werden. Denn mit seinen „Alleinstellungsmerkmalen wie Golf, Pferdesport, Wellness und Präventivmedizin“, werde es sich zu einem Publikumsmagneten entwickeln. Insbesondere für die zahlungskräftige Generation über 50. „Diese Leute werden künftig mehr und mehr in Deutschland Urlaub machen“, lauteten die touristischen Prognosen.

Dass sich günstige Standort-Prognosen längst nicht überall erfüllen, dafür stehe eine ganze Reihe von gescheiterten Projekten, halten die Kritiker entgegen. Selbst das Ferienresort Land Flesensee in Mecklenburg habe nicht alle in es gesetzte Erwartungen erfüllen können.

Einig war sich die Versammlung mit dem Resort-Befürworter letzlich aber in einem Punkt: „Absolute Sicherheit,“ so hieß es auf beiden Seiten, „die kann es nicht geben.“

Von Gerd Henke

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