Kreisbrandmeister dürfen jetzt Blaulicht nutzen

Hofgeismar. Auch ehrenamtliche Führungskräfte der Feuerwehr dürfen jetzt Blaulicht auf ihren Privatwagen anbringen und damit zum Einsatzort fahren.

Die hessische Landesregierung hat die rechtliche Grundlage dafür geschaffen. Jürgen Pistorius, Kreisbrandmeister aus Calden, begrüßt die neue Regelung.

„Das ist eine zusätzliche Erleichterung für meine Einsätze“, sagt Pistorius. „So kann ich meinem Auftrag schneller entgegenkommen.“ Die sechs Kreisbrandmeister, für die die neue Regelung gilt, teilen sich den Dienst. Zu größeren Einsätzen im gesamten Landkreis Kassel rücken sie mit ihrem Privatwagen aus, um Aufsicht zu leisten, die Feuerwehrleute vor Ort zu unterstützen und sie zu beraten. „Wenn Stau auf der Autobahn ist, kann ich nur mit einem Blaulicht auf mich aufmerksam machen“, sagt Pistorius. Er habe von Kollegen gehört, die ihre Fahrt zum Einsatz abbrechen mussten, weil sie nicht durchkamen - es sei am fehlenden Blaulicht gescheitert.

Anders als anfangs diskutiert, sind Einsatzleiter von Technischem Hilfswerk (THW) und Rettungsdiensten von der neuen Regelung ausgenommen. Karl-Wilhelm Malzfeldt, Leiter des THW-Ortsverbands Hofgeismar, sieht ohnehin keinen Bedarf dafür und würde eine Blaulicht-Sonderregelung nicht in Anspruch nehmen: „Ich befürchte, dass das Blaulicht immer weniger akzeptiert wird, wenn noch mehr Fahrzeuge damit unterwegs sind.“

Noch nutzen auch die Kreisbrandmeister das Blaulicht nicht. Jürgen Pistorius will die Sitzung der Kreisbrandmeister abwarten und Versicherungsfragen klären. Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek wird dann an das Land melden, wer die neue Regelung in Anspruch nimmt. Eine Verpflichtung dazu gibt es nicht: „Das liegt im Ermessen jedes Einzelnen“, so Mazassek. Angeschafft werde das Blaulicht vom Landkreis.

Rubriklistenbild: © dpa

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