Bei erneuerbaren Energien ist der Kreisteil Hofgeismar stark

Liebenau hat bei Wind die Nase vorn

Hofgeismar. Im Kreisteil  wird fast genauso viel erneuerbare Energie erzeugt wie verbraucht.

Dies geht aus einer Übersicht der Energienetz Mitte hervor. Konkret: 80 Prozent der verbrauchten Kilowattstunden werden durch Wind, Fotovoltaik, Wasser oder Biomasse produziert. Damit liegt der Kreisteil Hofgeismar deutlich über dem Durchschnitt des Gesamtkreises, wo die Zahl nur bei knapp 60 Prozent liegt.

Manche Kommunen im Kreisteil Hofgeismar sind, was Energieerzeugung anbelangt, sogar völlig autark: Absoluter Spitzenreiter ist Liebenau. Allein durch die zahlreichen Windräder um Liebenau und seine Ortsteile wird doppelt soviel Strom erzeugt, wie die Einwohner  selbst  verbrauchen. Zusammen  mit der Energiegewinnung aus  Wasserkraft, Biomasse und Fotovoltaikanlagen,  erreicht die Stadt einen Deckungsgrad von 330 Prozent.  Sie ist damit absoluter Spitzenreiter im Kreis. Doch auch  Trendelburg und Grebenstein zählen zu den wenigen Kommunen in Hessen, in denen  mehr erneuerbare Energie erzeugt als Strom verbraucht wird. Die Reduzierung des klimafeindlichen Kohlendioxids  ist dabei enorm.  Allein in Liebenau beträgt die Minderung des Ozonkillers CO2 fast 15 000 Tonnen. Und selbst in Reinhardshagen, das bei  den regenerativen Energien im Kreisteil Hofgeismar mit einem Deckungsgrad von nur 17,3 Prozent Schlusslicht ist, werden immer noch 1225 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß eingespart. 

Und noch etwas geht aus den Zahlen der Energienetz Mitte hervor:  Lediglich in vier der zehn Gemeinden im Kreisteil stehen (Stand ende 2015) Windräder. Was Windenergie anbetrifft sind jene Orte, in denen der Widerstand am größten ist, weiße Flecke: Weder in  Oberweser, Wahlsburg, Reinhardshagen und Hofgeismar gab es Windräder. Gleiches gilt für Calden und Bad Karlshafen.  

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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