McDonalds plante schon 1999 in Hofgeismar, jetzt kommt Burger King

Fast Food im Anflug: Schon im Januar 2002 hieß es, dass McDonalds „noch in diesem Jahr kommt“. Damals gab es im Hofgeismarer Stadtparlament viele Diskussionen um die Zukunft des Gewerbegebietes an der Grebensteiner Straße. Unser Archivbild von 2004 war betextet: „Buletten im Anflug: Das Baugebiet an der B 83 ist ausgewiesen – jetzt braucht McDonalds nur noch zu kommen.“ Zwölf Jahre später sollen die Burger nun Wirklichkeit werden, allerdings durch den Mitbewerber Burger King. Montage: Thiele

Hofgeismar. Vor 17 Jahren hatten McDonalds-Mitarbeiter erstmals ihre Pläne in Hofgeismar vorgestellt. Doch die Fast-Food-Kette kam nicht.

Auf der Wunschliste vor allem der Jugendlichen steht die Ansiedlung eines Hamburger-Bräters in Hofgeismar seit Jahren ganz oben - nun soll er Wirklichkeit werden. 2002 schien alles klar, doch es folgten zahlreiche Debatten, Hoffnungen und Enttäuschungen.

Im Jahre 1999 hatten McDonalds-Mitarbeiter erstmals ihre Pläne in Hofgeismar vorgestellt. Die Ansiedlung verzögerte sich jedoch unter anderem wegen der Besitzverhältnisse bei den Ländereien. Außerdem gab es Proteste besorgter Bürger.

Beim Neujahrsempfang 2002 verkündete der damalige Bürgermeister Heinrich Sattler, dass die Fast Food-Kette noch in jenem Jahr eine Filiale in Hofgeismar bauen werde. Die Stimmung war schon aufgeheizt, denn damals gab es heftige Debatten um die Ansiedlung von weiteren Einkaufsmärkten an der Industriestraße (Lidl) und der Bahnhofstraße (Rewe) sowie mögliche weitere Standorte, durch die eine Schwächung der Innenstadt befürchtet wurde.

Weil es im Gewerbegebiet im Norden der Stadt keine passenden Flächen mehr gab und auch die Verkehrsanbindung schlecht war, strebte die Stadt ein neues Gewerbegebiet am südlichen Stadtrand an, zunächst westlich der Grebensteiner Straße. Dort war auch ein Krematorium geplant und in der Planung bereits weit fortgeschritten.

Auch wegen der Probleme mit den Besitzverhältnissen wurde die Planung geändert und das Gewerbegebiet auf die östliche Seite zwischen Grebensteiner Straße und neuer Ortsumgehung verlegt.

Standort: Das neue Fast Food-Restaurant soll westlich der alten B 83 entstehen, gegenüber der Bäckerei Amthor. Skizze: Rössner/nh

Im Jahr 2003 war ein Bau immer noch nicht in Sicht, weil McDonalds laut Bürgermeister „nach wie vor interessiert“ sei, aber noch ein gültiger Bebauungsplan fehle. Damals wurde 2004 als Ziel genannt. Unter den Kommunalpolitikern und auch unter den Bürgern gab es Debatten, ob das Gewerbegebiet vor dem Jahnstadion nicht eine Gefahr für die Innenstadt darstelle. Und das Regierungspräsidium befürchtete eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und empfahl die Suche nach Alternativen - für McDonalds auch in der Innenstadt.

In 2004 sagte ein Unternehmenssprecher, dass der Standort Hofgeismar in einem Drei-Jahresplan enthalten sei, von dem das erste Jahr schon um sei. Wegen der sinkenden Nachfrage nach Frikadellen und Pommes frites hatte McDonalds Deutschland vom Mutterkonzern aus den USA eine Budgetierung verordnet bekommen und baute weniger Filialen pro Jahr als zuvor. Expansion und Marktlage müssten zueinander passen.

Bei diesem Abwarten blieb es dann auch. McDonalds stellte die Pläne für Hofgeismar zurück. Auch als Heinrich Sattler kurz vor Ende seiner Amtszeit noch einmal persönlich in der Chefetage in München vorsprach, blieb es dabei: McDonalds kommt nicht nach Hofgeismar. Dafür tut das nun der Erzkonkurrent Burger King und zwar wieder im ursprünglichen Plangebiet westlich der Grebensteiner Straße. 2017 soll eröffnet werden.

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