Becken für schwerstbehinderte Kinder ist seit Jahren geschlossen

Sanierungspläne für Therapiebad in Kollwitz-Schule: Ja, aber erst später

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Sieht klares Signal für Sanierung des Therapiebades: David Schlesinger.

Hofgeismar. Kinder und Jugendliche mit schwerer Behinderung werden in Hofgeismar voraussichtlich wieder ein funktionsfähiges Therapiebad bekommen.

Die schlechte Nachricht: Sie werden zunächst weiter warten müssen.

Zwar ist die Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) quasi beschlossene Sache. Doch Schulgemeinde und Verwaltung sollen zuvor noch eine Liste erarbeiten, was am dringendsten ist. Der neue Schulleiter David Schlesinger zeigt keinen Zweifel, dass dies das Therapiebecken sein wird.

Das Thema bewegt seit Monaten Eltern, Lehrer, Kinder, Behörden und Politiker: Das marode, seit Jahren geschlossene Becken der KKS war für mehrfach schwerstbehinderte Kinder die einzige Möglichkeit in der Region eines therapeutischen Bades. „Für sie hat das Schwimmbad einen enormen Effekt und wir bekommen immer mehr solcher Schüler“, sagt Schlesinger. In der Schule gebe es daher niemanden, der sage: „Das Bad brauchen wir nicht.“

Das hat offensichtlich auch die Fraktionen im Parlament des Landkreises, dem Kreistag, überzeugt. Sie sprachen sich am Montag mit großer Mehrheit für eine Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule aus. Jetzt soll eine Prioritätenliste erstellt werden. Eine sofortige Entscheidung für das Bad wie es Grüne, CDU und AfD forderten, gab es aber nicht.

KKS-Leiter Schlesinger ist trotzdem zufrieden: „Das ist das wichtige Signal, dass das Therapiebad saniert wird.“ Darüber hinaus müssten alle Beteiligten prüfen, was noch benötigt werde. „Es drückt baulich an vielen Stellen.“ So ist die KKS mit ihren 130 Mitarbeitern und 170 Schülern auf fünf Container angewiesen, in denen beispielsweise Therapien gemacht werden und das Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) untergebracht ist. Bis zur Haushaltsplanung für das kommende Jahr, die kurz nach dem Jahreswechsel erfolgen könnte, soll die Liste vorliegen.

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