Klagen nehmen kein Ende

Verspätungen und Ausfälle bei Regiotram sorgen für Ärger

+
In der Kritik: Die RT  3, die zwischen Hümme und Kassel verkehrt, fällt oft aus oder hat Verspätung, beklagen die Bahnkunden.

Hofgeismar. Die Klagen nehmen kein Ende. Wer mit der Regiotram RT3 und RT4 unterwegs ist, kennt das: Die Bahn kommt zu spät oder garnicht.

Immer wieder beschweren sich Fahrgäste des Nordhessischen Verkehrs-Verbundes (NVV) darüber, dass Regiotrams auf der Linie RT 3 und RT 4 mit großer Verspätung fahren oder sogar komplett ausfallen - von einem Ausfall spricht man, wenn die Bahn eine Verspätung von über 30 Minuten hat.

Sabine Herms, Pressesprecherin des NVV ist über diese Problematik informiert. „Da liegt einiges im Argen“, sagt sie und erklärt, dass der NVV nicht glücklich damit sei, dass die Trams besonders seit dem Fahrplanwechsel so häufig ausfallen. Die Beschwerden hätten sich teilweise verdoppelt. „Wir sind mit dem Betreiber in Gesprächen“, sagt Herms.

Nach ihren Informationen sei ein erhöhter Krankenstand beim Betreiber das Problem, dass die Ausfälle sich so häufen.

Das kann Heidi Hamdad, die Pressesprecherin der Kasseler Verkehrsgesellschaft, bestätigen. Die KVG ist mit 50 Prozent an der neue Regiotram Betriebsgesellschaft beteiligt. Die andere Hälfte trägt die Hessische Landesbahn Basis AG. „Teilweise hatten wir einen Krankenstand von 20 Prozent“, sagt sie und ergänzt: „Triebfahrzeugführer können nicht einfach durch Straßenbahn- oder Busfahrer ersetzt werden.“ Außerdem erklärt Hamdad, sei es für die neue Betreibergesellschaft kein einfacher Start gewesen: „Wir haben 75 Triebfahrzeugführer, davon viele, die neu in dem Job sind.“ Neben der neuen Streckenführung über die viel befahrene Holländische Straße in Kassel komme als Grund für Verspätungen hinzu, dass den Fahrern bei kleineren Störungen noch die Routine fehle. Auch die neue Aufgabe für die Leitstelle, nun neben der Straßenbahn auch die Regiotrams im Schienenverkehr zu lenken, sorge für Übergangsprobleme.

„Das tut uns sehr leid, wir müssen die Situation lösen“, sagt Hamdad. Im Sommer soll die Zahl der Triebfahrzeugführer auf 85 ansteigen. „Das sollte die Situation entspannen“, hofft die KVG-Pressesprecherin.

Sabine Herms vom NVV weist darauf hin, dass auch beim Ausfall von Bahnen die Fünf-Minuten-Garantie gilt. Das heißt, der Kunde erhält den Preis seines Ticket in voller Höhe des Fahrpreises zurück. (cst)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.