Zeichnerin hält die Erinnerung an die von Nazis ermordeten jüdischen Mitbürger wach

Hofgeismarer Bürgerpreis für Julia Drinnenberg

Hofgeismar. Julia Drinnenberg, die in der Region bekannte Zeichnerin, Illustratorin und Karikaturistin, ist mit dem Bürgerpreis 2011 der Stadt Hofgeismar ausgezeichnet worden.

Die Sprecherin des runden Tisches gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt war maßgeblich daran beteiligt, dass im vergangenen Jahr die Aktion Stolpersteine in Hofgeismar ins Leben gerufen wurde. Am 9. September wurden die ersten 21 Messingplatten mit Namen, Geburtsjahr und Todesjahr vor Häusern verlegt, in denen bis zu ihrer Deportation in Konzentrationslager jüdische Mitbürger der Stadt Hofgeismar gelebt hatten.

Neujahrsempfang in Hofgeismar und in Grebenstein

In akribischer Recherchearbeit hatte Julia Drinnenberg Namen und Adressen der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermittelt. Beachtung fand die neue Bürgerpreisträgerin auch mit ihrem Buch "Stätten der Erinnerung - Gedächtnis einer Statt" über die Opfer der Nazi-Herrschaft in Hofgeismar.

Mit dem Bürgerpreis werden jährlich anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Menschen geehrt, die sich in besonderer Weise durch ehrenamtliches, soziales oder umweltpolitisches Engagement auszeichnen und als öffentliche Vorbilder gelten. (geh)

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