35 Parkplätze vor dem Gebäude

Neuer Kindergarten in Immenhausen eingeweiht: Kosten von 3,1 Millionen Euro

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Auf Entdeckungstour: Zahlreiche Besucher informierten sich bei Einweihung des ersten Bauabschnitts über die durchdachte und an die Stadtsilhouette angepasste Architektur. Der Abschluss folgt nach der Altbausanierung im nächsten Jahr.

Immenhausen. In Immenhausen wurde am Wochenende der Neubau des städtischen Kindergartens am Kirchweg eingeweiht.

Warum der neue Aufzug künftig viermal hält, obwohl der Neubau nur zwei Geschosse hat, das war eine der Fragen, die die Architekten Gerhard Ackerbauer und Marco Herdina immer wieder beantworten mussten, als sie die Besucher am Freitagnachmittag durch den Kindergartenneubau am Kirchweg in Immenhausen führten.

Denn der Anbau ist wegen des abfallenden Geländes um ein halbes Geschoss tiefer gelegt, so dass sich die Zahl der Ebenen verdoppelt, die der Fahrstuhl erreichen muss.

Das Interesse der Besucher war groß, als Bürgermeister Jörg Schützeberg zu Kaffee und Kuchen sowie einem Rundgang durch das Haus einlud, das rund zwei Millionen Euro kostet und terminlich wie auch finanziell eine Punktlandung wurde, wie Schützeberg und Ackerbauer betonten. „Das Glas ist halbvoll und wird immer voller“, sagte der Bürgermeister angesichts kritischer Debatten um das Projekt. „Eine Stadt ist gut, wenn sie alles in ihre Kinder investiert“, zitierte er sinngemäß Winston Churchill.

Zur Einweihung des Neubaus dankte Schützeberg unter anderem den Mitarbeitern der Projektgruppe, allen voran dem ehrenamtlich tätigen Architekten Reinfried Reiser als Projektleiter sowie Bernd Horstmann vom Bauamt der Stadt, seinem Amtsvorgänger Herbert Rössel und weiteren Akteuren für ihren Einsatz.

Kindergartenleiterin Elke Faust war erfreut, dass sich der Neubau so schnell mit Leben gefüllt habe. Er sei mit seiner Gestaltung und Ausstattung eine große Bereicherung für die pädagogische Arbeit, sagte sie, bevor die Kinder angelehnt an einen Roy Black-Hit sangen: „Das Schönste am ganzen Tag ist hier das Spielen“.

Architekt Ackerbauer erinnerte an die lange Suche nach einem idealen Standort, der letztlich durch eine Studie und viele Diskussionen direkt neben dem Altbau an der Stadtmauer gefunden wurde. In das Freigelände wurde ein schon vorhandener städtischer Spielplatz einbezogen und um die Baustelle erreichen zu können, wurde sogar eine neue Brücke über die Steinruthe gebaut.

Derzeit geht die Baumaßnahme im Altbau weiter, wo die Abbrucharbeiten gerade abgeschlossen wurden. Hier wird die Bausubstanz verbessert und es werden die Grundrisse verändert, damit die Zahl und Größe der Räume in Verbindung mit dem Neubau optimiert wird. Statt bisher fünf Gruppenräume a 20 Kinder gibt es künftig sieben a 25 Kinder plus Funktions- und Gemeinschaftsräume. Am Altbau wurde schon Gelände freigebaggert für insgesamt 35 Pkw-Stellplätze.

Ostern 2017 soll Gesamteinweihung mit einem Tag der offenen Tür sein.

Neuer Kindergarten in Immenhausen fertig

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