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Kernkraftwerk Würgassen wird als Zwischenlager genutzt

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Würgassen. Der Rückbau des Kernkraftwerks (KKW) Würgassen ist abgeschlossen. Die Anlage bei Bad Karlshafen wird als Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle genutzt, die bei dem bisherigen Abbau angefallen sind. Das teilte die Eon Kernkraft am Mittwoch mit.

„Wir haben es geschafft“, erklärte Dr. Ralf Güldner, Geschäftsführer der Eon Kernkraft im nordrhein-westfälischen Würgassen: „Ende August wurde mit den letzten Kontrollmessungen der Rückbau des KKW Würgassen abgeschlossen.“ Seit Anfang Oktober ist die Anlage organisatorisch kein KKW im Rückbau mehr sondern ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

Kernkraftwerk Würgassen wird als Zwischenlager genutzt

Wer das KKW auf der B83 oder der Würgasser Weserbrücke passiert, bekommt diese Änderung nicht zu sehen. Das ursprüngliche Ziel, die Anlage in diesem Jahr zur grünen Wiese zurückgebaut zu haben, war nicht zu erreichen, da für die radioaktiven Abfälle derzeit noch kein Endlager zur Verfügung steht.

Aktualisiert um 16.50 Uhr.

Zwei Bauwerke – das UNS-Gebäude (es beherbergte vor dem Rückbau das unabhängige Nachkühlsystem) und die Transportbereitstellungshalle fungieren daher als Zwischenlager. Im absturzgesicherten UNS-Gebäude lagern in verschiedenen Kammern 2500 Fässer, in der Halle 300 Container, die mit Fässern beladen auf den Abtransport in den Schacht Konrad warten.

„Wir haben unsere Arbeit gemacht - jetzt hängt es daran, wann Konrad fertig ist“, erklärte Kraftwerksleiter Manfred Winnefeld. So lange werden Reaktor- und Maschinengebäude nicht abgerissen, um die Sicherheit des zum Teil direkt angebauten Zwischenlagers nicht zu gefährden. Ab 2015 werden nach Angaben der Eon noch neun Mitarbeiter im Zwischenlager tätig sein. Während des Betriebs arbeiteten hier 320 Menschen, im Rückbau 180.

Über eine Milliarde Euro hat der Rückbau gekostet. (zlö)

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Archiv-Video: Rundgang durchs AKW Würgassen

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