Zwischen Lippoldsberg und Gieselwerder

2000 Teilnehmer bei Menschenkette gegen Salzsee

Lippoldsberg/Gieselwerder. 2000 Menschen trafen sich am Samstagnachmittag, um sich an der Menschenkette in der Gemarkung zwischen Lippoldsberg und Gieselwerder zu beteiligen.

Mit einer mehr als zwei Kilometer langen Menschenkette haben am Samstag Anwohner gegen einen geplanten Salzsee in Oberweser protestiert.

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Mitglieder von Musik- und Turnvereinen, Familien aus umliegenden Orten und Unterstützer aus Kali-Revieren stellten sich entlang der Linie auf, die den Rand des Sees markieren soll. 2000 Menschen kamen laut Veranstalter. Auch 60 Trecker waren dabei.

Der Salz- und Kalihersteller K+S will Salzlauge vom 135 Kilometer entfernten Werk Hattorf in Osthessen nach Oberweser leiten. So soll die stark belastete Werra entlastet werden. Geplant ist, die Salzlauge in die Weser fließen zu lassen, sagte eine Sprecherin vom Aktionsbündnis Pro Märchenland. Wenn diese zu wenig Wasser führe, solle das Abwasser aber in den Pufferspeicher fließen.

"Ein Abwassersee von dieser Größe ist unvorstellbar", sagte Sprecherin Annette Müller-Zitzke. Um die Ausmaße greifbar zu machen, habe das Aktionsbündnis zu der Demonstration aufgerufen. Die Teilnehmer bekamen blaue Luftballons als Symbol für das Wasser.

Der Kasseler Regierungspräsident hat im vergangenen Jahr das Raumordnungsverfahren für den Bau der Pipeline eingeleitet, über die die Abwasser in die Weser geleitet werden soll. Da Bauprojekt ist in den betroffenen Ländern Hessen, Thüringen und Niedersachsen höchst umstritten. (dpa/zta)

2500 Teilnehmer bei Menschenkette gegen Salzsee

Rubriklistenbild: © Markus A. Löschner

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