Für Stadt Grebenstein tun sich Schwierigkeiten mit dem Grundstückspreis sowie dem Untergrund auf

Probleme gleich mit zwei Baugebieten

Grebenstein. An zwei Stellen sollen derzeit in Grebenstein neue Bauplätze geschaffen werden. Bei beiden gibt es Probleme, allerdings sehr unterschiedlicher Art.

Die Erschließung des Baugebiets „Hinter den Steinhöfen“ ist noch schwieriger als ohnehin erwartet. Zur Abrundung des Baugebiets über der Bahn sollen hier zehn Bauplätze entstehen. Das Problem liegt im harten, teils felsigen Untergrund. Allein für die Erschließung werde man hier über 100 Euro je Quadratmeter ausgeben müssen, rechnete Bürgermeister Danny Sutor den Stadtverordneten vor. Voraussichtlich, so sagte er auf Anfrage unserer Zeitung, werde man die Bauplätze nicht unter 120 Euro pro Quadratmeter verkaufen können. Die Nachfrage sei aber dennoch vorhanden.

Keine Einigung beim Preis

Das zweite geplante Baugebiet „Cellicken/Potthagen“ an der Steinernen Brücke in unmittelbarer Innenstadtnähe stockt, weil sich die Inhaber der jetzigen Gartengrundstücke und die Stadt nicht auf einen Preis einigen konnten. Eigentlich sollte hier nach einer Magistratsvorlage ein Bauland-Umlegungsverfahren stattfinden. Doch der Magistrat zog den Antrag zurück, da „es in den Fraktionen noch Klärungsbedarf gibt“, so Sutor nach den vorbereitenden Ausschusssitzungen. Dieses Verfahren, nahm Sutor zu Gerüchten in der Stadt Stellung, stelle mitnichten eine Enteignung dar. Vielmehr würde der Gutachterausschuss des Kreises den Wert der Grundstücke ermitteln. Mit diesem Verfahren könne man Bauland in relativ kurzer Zeit, also binnen eines Jahres, schaffen. Es sei auch in anderen Gemeinden durchaus üblich.

Zudem stellte er noch weitere Wege vor, um zu Bauland zu kommen. Dann würde aber erst in drei Jahren Baurecht bestehen. Das Baugebgiet ist in der Stadtverordnetenversammlung von Beginn an nicht unstrittig. Als es vor einem Jahr auf den Weg gebracht wurde, hatte nur die SPD mehrheitlich dafür gestimmt, um Bauland in der Innenstadt zu schaffen. Die FDP hatte es abgelehnt, weil so der Grüngürtel um die Stadtmauer zerstört würde. Die CDU vermisste ein gesamt Konzept zur Entwicklung der Stadt. Da es aber seinerzeit mit knapper Mehrheit beschlossen wurde, musste die Verwaltung Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern aufnehmen. Die Preisvorstellungen, so Sutor, lagen aber weit auseinander. Insgesamt habe es drei Gesprächstermine mit den Besitzern gegeben. Eine Einigung sei dabei aber nicht zustande gekommen. (mrß)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.