Feilschen auf dem neuen Flohmarkt in Veckerhagen

Verhandelt über den Preis: Mama Iris Vöhringer (hinten links) bezahlt für das elektronische Tagebuch von Tochter Lina nur zehn statt zwölf Euro. Sohn Lutz schaut sich noch weiter um und sucht auch nach Spielzeug, Iris selbst hat noch ein Bingospiel für drei Euro gekauft. Foto: A. Fischer

Reinhardshagen. Die Mitglieder des Spinnstubenvereins Reinhardshagen haben in den historischen Räumen der Eisenhütte in Veckerhagen eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen.

Einen Flohmarkt, der möglicherweise sogar regelmäßig stattfinden soll.

Hier hatte jedes Vereinsmitglied die Möglichkeit, Dinge wie gut erhaltene Kinderkleidung und -spielzeug, Haushaltsgeräte, Bücher oder sogar selbst genähte Taschen aus alten Jeans, Tischdecken und Topflappen zu verkaufen. „Das Gute am Flohmarkt ist, dass wir unsere Waren loswerden möchten und andere Leute eben vielleicht genau das suchen“, erklärt Helga Kauffeld, Mitglied des Spinnstubenvereins.

Dass die Leute auf solchen Flohmärkten durchaus über den Preis verhandeln, ist da keine Seltenheit. „Ich handele nicht immer auf dem Flohmarkt, es kommt immer darauf an, was es ist und natürlich, wie hoch der Preis ist. Normal verlangen die Händler für ihre Sachen nicht zu viel, das ist meist in Ordnung“, sagt Petra Haun aus Reinhardshagen. Sie sei vor allem an alten besonderen Dingen für ihren Garten interessiert. Die Strategien der Händler seien meist ganz unterschiedlich, einige lockten beispielsweise mit Mengenrabatt beim Kauf von mehreren Teilen. „Da gehe ich dann auch meist drauf ein, man spart dann noch extra und findet fast immer etwas, was man dann gut dazunehmen kann“, so Haun.

Iris Vöhringer aus Wilhelmshausen hingegen handelt immer auf Flohmärkten: „Wenn ich mir Sachen für mich selbst kaufe, versuche ich, den Preis möglichst weit herunterzuhandeln, sodass ich viele Schnäppchen mache.“

Ihre Tochter Lina hat unter den Angeboten in der Eisenhütte ein elektronisches Tagebuch gefunden, dass über zwölf Euro kosten sollte, am Ende hat ihre Mama Iris nur 13 Euro für das Tagebuch und ein Bingospiel bezahlt und somit zwei Euro gespart.

Dass das Diskutieren um einen möglichst niedrigen Preis heutzutage beim Verkauf gebrauchter Dinge schon an der Tagesordnung ist, bestätigt auch die flohmarkterfahrene Inge Dörbaum, die zum Beispiel Kinderjeans und T-Shirts anbietet.

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