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Land will Dornröschenschloss Sababurg am Jahresende schließen

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Von: Göran Gehlen

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Sababurg. Das Dornröschenschloss Sababurg soll zum Jahresende geschlossen werden. Das teilt das Land Hessen mit. Es hat den Pachtvertrag mit der Familie Koseck gekündigt.

Günther Koseck kündigte auf HNA-Anfrage an, das Hotel nicht aufgeben zu wollen. Im Gegenteil: Das Verhalten des Landes sei geschäftsschädigend.

Laut dem Hessischen Immobilienmanagement soll die Sababurg ab 2016 saniert werden. Die Arbeiten dauern rund 20 Monate und sollen 2,3 Millionen Euro kosten. Damit würde eines der wichtigsten Wahrzeichen Nordhessens knapp zwei Jahre touristisch ungenutzt sein. Im Anschluss werde man die sanierte Sababurg dem Landkreis Kassel überlassen, sagte Hans Joachim Schmidt, Direktor des Immobilienmanagements.

Ob das bedeutet, dass die Sababurg verkauft oder erneut verpachtet wird, steht offenbar noch nicht fest. „Wir werden noch viele Gespräche zu führen haben“, sagt Schmidt.

Aktualisiert um 18 Uhr 

Unterschiedliche Angaben gibt es dazu, wie die Kosecks zur Kündigung stehen. Laut dem Land hat das Pächterehepaar, „das Pachtverhältnis aus Altersgründen beenden wollen“. Doch dem widerspricht der Sohn, Günther Koseck: „Wenn man 58 Jahre etwas gepachtet hat und dann wird einem ohne ein Gespräch gekündigt, wirft das Fragen auf, die für uns unternehmensschädigend sind“, sagt er auf HNA-Anfrage und stellt klar: „Die Familie Koseck hat nicht vor, die Sababurg aufzugeben.“

Koseck kritisierte das Vorgehen des Landes: Sowohl er, seine Eltern und auch die 25 Mitarbeiter hätten erst am Dienstag aus den Medien die Nachricht bekommen.

Der Landkreis Kassel äußerte sich positiv zum Plan des Landes Hessen. Man stehe der Veränderung offen gegenüber, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn.

Klar sei aber, dass der Landkreis die Sababurg nicht selbst betreiben werde.

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