Trotz Kündigung: Sababurg ist weiter offen

Schauten sich die Burganlage an: Eine Busgruppe aus Thüringen besuchte am Neujahrstag das Dornröschenschloss. Die Busreisenden wussten nicht, dass es derzeit Probleme auf der Burg gibt. Sie genossen ihren Aufenthalt. Foto: Temme

Hofgeismar. Der Konflikt um die Zukunft der Sababurg spitzt sich zu: Obwohl das Land der Pächterfamilie zum Jahreswechsel gekündigt hatte, läuft der Betrieb weiter.

Damit schaffen die Kosecks Tatsachen, denn das Land hatte bisher immer mit einem Auszug geplant - zumindest offiziell.

Auch auf die letzte Anfrage der HNA unmittelbar vor Jahresende erklärte das Hessische Immobilienmanagement: „Das Land Hessen hat das Pachtverhältnis mit den Eheleuten Karl und Sabine Koseck unter Einhaltung der gesetzlichen Frist zum 31. Dezember 2015 gelöst. Damit endet das Pachtverhältnis Ende des Jahres.“ Zu einem möglichen Rechtsstreit oder Verhandlungen mit Kosecks äußerte man sich dort nicht.

Dabei war auch dem Land schon länger bekannt, dass die Pächter nicht vorhaben, auszuziehen: Öffentlich hatte die Familie erklärt, dass Hotel und Restaurant auch im neuen Jahr offen sind und sie Buchungen annehmen. Juristische Schritte gegen die Kündigung seien eingeleitet, auf einen Gang vor Gericht lege man es aber nicht an, so die Botschaft.

Daran hält Dornröschenschloss-Geschäftsführer Günther Koseck weiter fest. Er sagt aber auch: „Wir haben unterschiedliche Rechtsauffassungen, die wird man nun klären müssen.“

Auf die Frage, ob es Verhandlungen gegeben hat, halten sich beide Seiten bedeckt. Dem Vernehmen nach hat das Land aber bisher nicht auf die Angebote der Kosecks reagiert.

Die Sababurgpächter haben sich zudem an die Politik gewandt: In einem Schreiben an Mitglieder des Kreistags stellen sie die Situation aus ihrer Sicht dar und nehmen auch Bezug auf die beiden Marken „Dornröschenschloss“ und „Dornröschen“. Diese habe man kreiert, entwickelt und mit viel Engagement und finanziellem Einsatz zum Leben erweckt.

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