Kosecks wollen Pächter bleiben

Wegen Kündigung: Sababurg-Pächter klagen gegen Land

Beschäftigt nun das Landgericht in Kassel: die Sababurg. Foto: Thiele

Sababurg. Der Konflikt um die Zukunft der Sababurg beschäftigt nun die Justiz in Kassel: Das Pächterehepaar Sabine und Karl Koseck hat Klage gegen das Land Hessen erhoben.

Das bestätigt das Landgericht in Kassel. Laut Dr. Jan Blumentritt, Sprecher des Landgerichts, handelt es sich um eine Klage „gerichtet auf die Feststellung, dass der Pachtvertrag fortbesteht“. Das bedeutet: Die Kosecks wollen Pächter bleiben.

Bei solchen Verfahren wird ein Streitwert festgelegt, anhand dessen sich der Vorschuss des Klägers bemisst. Sei dieser gezahlt, werde die Klage dem Land zugestellt. An dieser Stelle stehe das Verfahren momentan.

Ob und wann es einen Verhandlungstermin geben wird, hänge vom Verhalten der beteiligten Parteien ab. Laut Blumentritt können bis dahin mehrere Monate vergehen. Das Land hatte der Pächterfamilie zum Jahresende 2015 gekündigt. Es will die Burg sanieren und dann an den Landkreis abgeben. Doch die Kosecks zweifeln die Rechtmäßigkeit der Kündigung an.

Der nun zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) erklärte auf HNA-Anfrage: Das Land werde zunächst die Zustellung der Klage abwarten. „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu laufenden gerichtlichen Verfahren grundsätzlich nicht äußern“, sagt LBIH-Sprecher Axel Marbach.

Laut dem Land gab es am 4. Januar einen Ortstermin für die Schlüsselübergabe, der trotz Aufforderung an die Pächter nicht eingehalten worden sei. Ebenfalls klar ist: Ohne Auszug der Kosecks liegt die Sanierung der Sababurg auf Eis. Dabei sollten nach der Schlüsselübergabe eigentlich Fachleute die Burg und deren Zustand begutachten.

Laut Landgericht hat die Klage der Kosecks keine aufschiebende Wirkung. Das heißt: Das Land könnte versuchen, die Kosecks auf juristischem Wege vor die Tür zu setzen. Davon ist allerdings bisher nichts bekannt.

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