Sofort machte sich Mutter Betina Lang mit ihrer Tochter auf den Weg nach Göttingen. Die Krankenhaustasche war längst gepackt, so dass Saskia nur noch in den Krankenwagen geholfen werden musste. „Saskia hatte schon seit Tagen keine Kraft mehr zum Laufen, deshalb haben die Sanitäter sie mit einem Rollstuhl in den Krankenwagen gebracht“, sagt Betina Lang. Der eigentlich geplante Transport mit einem Hubschrauber war nicht erforderlich, da genügend Zeit vorhanden gewesen sei, sagt die 46-Jährige weiter. Erst als Saskia in der Göttinger Klinik eingetroffen war, wurde dem Spender das Organ entnommen, das von einem Menschen aus Potsdam stammt.
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Was sich in Saskia in der kurzen Zeit nach dem Anruf abspielte, kann man nur erahnen. „Freudentränen sind ihr übers Gesicht geflossen, und sie hat noch schnell einige Freunde per SMS informiert, dass es nun endlich los geht“, schildert die 46-Jährige die Situation. Doch natürlich war sich Saskia auch bewusst über das hohe Risiko des Eingriffs.
In Göttingen angekommen wurden sämtliche Werte der Leberkranken gecheckt, und erst am Morgen, kurz vor 9 Uhr, begann die Operation. „Sechs Stunden hat der Eingriff gedauert - um kurz vor 15 Uhr kam sie aus dem OP“, sagt Betina Lang. „Ich bin sehr froh, dass die Operation gut verlaufen ist. Der Professor sagte, die Leber habe gleich zu arbeiten angefangen und es sei auch Gallenflüssigkeit geflossen“. Doch erst die nächsten Tage werden zeigen, wie ihr Körper mit dem neuen Organ zurecht kommt. (zta)
































