Runder Tisch in Hofgeismar sucht Paten für Namenstafeln

Stolpersteine sollen an Nazi-Opfer erinnern

hofgeismar. In über 500 Orten Deutschlands wird mittlerweile mit Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Noch in diesem Jahr sollen mit Hofgeismar, Grebenstein, Immenhausen, Calden und Espenau fünf weitere Kommunen aus dem Kreis Kassel hinzukommen.

Ein fester Termin steht bereits für Hofgeismar fest. Am 9. Dezember sollen in der früheren Kreisstadt 21 Steine im Straßenpflaster versenkt werden, die an jüdische Bürger erinnern, die in Konzentrationslagern ermordet wurden. Initiator der Aktion ist der Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit und Gewalt Hofgeismar. Julia Drinnenberg, Sprecherin des Runden Tisches, sagt, dass beim Auftakt zunächst 21 Tafeln an den Stellen in Hofgeismar eingelassen werden, wo jüdische Mitbürger 1933 in Hofgeismar lebten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Namenstafeln nicht-jüdischer Opfer verlegt werden. Dieser Termin stehe allerdings noch nicht fest.

Auf der Suche sind die Mitglieder des Runden Tisches noch nach Paten für die Stolpersteine. Zwar will die Stadt die Aktion unterstützen, indem der Bauhof praktische Hilfe leistet, doch bleiben nicht unerhebliche Kosten, wie Drinnenberg und Michael Störmer sagen. Für 95 Euro könne eine Patenschaft erworben werden. Im Dekanatsbüro (05671/99 64 50) liegt eine Liste aus, in der die Namen der Paten eingetragen werden.

Schon großes Interesse

Wobei die Aktion schon im Vorfeld auf großes Interesse stieß. So hat sich die Schülerschaft der Herwig-Blankertz-Schule als Spender eintragen lassen. In diesem Zusammenhang weist Julia Drinnenberg darauf hin, dass sich zwei Paten auch einen Stein teilen können. Sollten größere Spenden eingehen, werden sie auf den Preis aller Stolpersteine umgelegt.

In Grebenstein, Calden, Immenhausen und Espenau stehen die Termine noch nicht endgültig fest. ZUM TAGE

Von Peter Kilian

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