Abgebauter Mast in Gottsbüren: Nach Karneval gibt es wieder Netz

Kai Georg Bachmann

Gottsbüren. Der provisorische Sendemast für Mobilfunk und Internetverbindungen bei Gottsbüren soll etwas früher als zunächst geplant aufgestellt werden.

Statt Mitte bis Ende Februar werde die Aufstellung nun für die 6. Kalenderwoche vorgesehen, also ab dem 8. Februar.

Weil im Rheinland, wo die beteiligten Firmen herkommen, aber Karneval und deshalb arbeitsfrei ist, werden die Arbeiten frühestens ab Aschermittwoch, 10. Februar, erfolgen. Das teilte gestern eine Vodafone-Pressesprecherin mit, nachdem der Abbau des alten Senders bei Gottsbüren für eine Unterbrechung zahlreicher Telefon- und Internetanschlüsse gesorgt hatte.

Der genaue Tag des Aufbaus und der Inbetriebnahme könne aber noch nicht genau angegeben werden. Der Stellplatz für die mobile Sendestation (Mobile Radio Terminal, MRT) sei nun gefunden und genehmigt worden. Sie übermittelt von einem 20 Meter hohen Mast aus Signale für die drei Funkstandards GSM, UMTS und LTE. Die fahrbare Station wird oberhalb Gottsbürens provisorisch aufgestellt, bis ein endgültiger Standort für einen dauerhaften Sender gefunden ist. Seit dem 17. Januar waren zahlreiche Gottsbürener Handy-, Telefon- und Internetnutzer, die ihre Verträge über Vodafone abgeschlossen hatten, ohne Verbindung.

Für Verärgerung bei den Gottsbürenern sorgte vor allem die Tatsache, dass das Unternehmen die Kunden darüber nicht informiert hatte. Hintergrund war, dass die Sendeanlage an einem Mast des Hessischen Rundfunks montiert war, der nun (nachdem der HR dies Vodafone eineinhalb Jahre zuvor angekündigt hatte) wegen Baufälligkeit abgebaut wurde.

Auch die Stadt Trendelburg reagierte verärgert, weil ihre Trinkwasseranlagensteuerung über das Internet von der Panne betroffen war und die Stadtverwaltung vorher nicht informiert wurde. Die Stadt kündigte an, den Anbieter zu wechseln. Bürgermeister Kai Georg Bachmann bezeichnete das Vorgehen des Unternehmens, selbst große Kunden wie die Stadt nicht zu informieren, als „eine Frechheit“. Er habe von der Kappung der Verbindung erst aus der Zeitung erfahren.

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