Piloten und Modellbauer luden zum zweitägigen Flugplatzfest ein

50 Jahre Luftsportverein: Auf Hölleberg war Hölle los

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Langenthal. Mal eben schnell auf dem Hölleberg landen? Von wegen. Zweimal wird Pilot Arnold Bunzenthal per Funk in eine kleine Warteschleife geschickt.

Der Grund: Der Andrang startender und landender Maschinen ist extrem groß. So verlängert sich der Presserundflug und bei der Landung ist der Grund nochmal gut zu sehen: Eine Maschine rollt vor ihm auf der Start- und Landebahn, zwei weitere Einmotorer und ein Tragschrauber wollen starten und stehen in Warteposition. Vor und neben den Gebäuden des Flugplatzes parken die zahlreichen Maschinen der Gäste.

Gefeiert wird auch immerhin der 50. Geburtstag des Luftsportvereins Hölleberg, dazu haben die etwa 40 Piloten und Modellbauer des Vereins zum zweitägigen Flugplatzfest eingeladen. Bei herrlichem Wetter kamen bereits am Samstag nicht nur viele Gäste mit dem Flugzeug, auch der Parkraum für die Autos wurde zeitweise knapp.

Zu sehen gab es wie immer viel: Starts und Landungen verschiedenster Maschinen quasi im Minutentakt, darunter einmotorige Sportflieger, ein Segelflieger, Kiebitz-Doppeldecker, Ultraleichtflieger, Tragschrauber und andere. Im Hangar zogen die Modelle viele Blicke auf sich, bei Flugvorführungen zeigten die Modellpiloten des Vereins teils spektakuläre Flugmanöver.

Kinder tobten in der Hüpfburg, das Kuchen- und Eisbuffet war ständig belagert und die Piloten des Vereins waren für Rundflüge mit Gästen im Dauereinsatz.

Eine Rarität konnten Besucher am Boden und in der Luft bestaunen: das Elektroflugzeug des Deiseler Piloten Walter Dilling. Er habe sich zum Ziel gesetzt, einmal mit Elektroantrieb zu fliegen, erzählte der 79-jährige. Vier Jahre hat er dafür investiert, das Flugzeug selbst gebaut, sich als Testpilot eintragen lassen und mittlerweile eine Zulassung für den Flugbetrieb erhalten.

Das sei schwierig gewesen, da sich bei den Behörden noch niemand mit Elektroantrieben auskannte. „Das ist die Zukunft der Sportfliegerei“, ist sich Walter Dilling indes sicher. Aufgeladen werden die Akkus des Fliegers mit Solarstrom vom Dach des Hangars, der Elektroantrieb ist wartungsarm und leise und hält Dilling mit seinem Flugzeug für eineinhalb Stunden in der Luft.

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