Traktor-Lärm und Qualm zog viele Besucher an

Starke Maschine: Mehr als drei Tonnen hatte dieser Schlepper geladen, den Tim Neben, Marc Träger, Herwig Köster (Fahrer), Uwe Morell und Daniel Wiegand hier auf die Piste schicken (von links).

Gottsbüren Wo sonst gebolzt wird, qualmte es und roch nach Diesel: Nicht nur Treckerfreunde kamen beim Agrarfest am Wochenende beim Sportplatz in Gottsbüren auf ihre Kosten.

Neben den Oldtimern aus der Landwirtschaft wurde den Gästen ein unterhaltsames Programm für die ganze Familie geboten.

Aus Duderstadt, Bad Arolsen, Niedermeiser, Vernawahlshausen und weiteren Orten kamen die Schlepperfreunde mit ihren alten Schätzchen. „Die meisten kommen schon Freitagabend an, verbringen dann das Wochenende hier bei uns“, erklärte Vereinsmitglied Horst Tölle. Für all die hatte der veranstaltende Verein, Historische Agrar- und Forsttechnik Gottsbüren, ein „Fahrerlager“ eingerichtet, wo natürlich „Dieselgespräche“ an der Tagesordnung waren. Dort hatte sich auch Eckart Finger aus Hann-Münden eingerichtet, der mit seinem alten Hanomag fast drei Stunden bis ins Reinhardswalddorf gefahren ist. „Das ist für uns kein Aufwand - Trecker sind unser Hobby“, meinte der 67-Jährige. Auch wenn man nach so einer Tour erstmal durchgerüttelt sei, so stehe doch die Freude an der Sache im Vordergrund.

Mit der Hand ankurbeln 

Herzstück des großen Festes war die Treckerausstellung mit 250 Fahrzeugen verschiedenster Fabrikate. Deuz waren am häufigsten vertreten, aber auch viele klassische Lanz-Bulldogs und Hanomag. Zu den Ältesten zählte ein Daimer-Schlepper aus den 20er-Jahren, der noch mit der Hand angekurbelt werden muss und für viel Bewunderung sorgte. Besonders war zudem die alte Kreislangholzsäge, die Vereinsmitglieder in Betrieb vorführten, damit aus Baumstämmen Bretter wurden. Sie wurde von den Gottsbürenern restauriert und gehört zum Vereinseigentum.

Eigener Einsatz: Eine Kreislangholzsäge hat der Gottsbürener Verein vor einiger Zeit instandgesetzt. Damit werden Baumstämme zu Brettern zerschnitten. Fotos: Temme

Anstatt des sonst oft üblichen Baumstammziehens gab es einen Containerziehwettbewerb. „Heute haben wir 3,2 Tonnen geladen, was schon recht viel ist, mal sehen wie viel der stärkste Schlepper schafft“, sagte Vereinsmitglied Marc Träger. Auch Forstwirte traten bei einer eigenen kleinen Meisterschaft im Umgang mit der Kettensäge gegeneinander an. Zwölf Waldarbeiter aus dem ganzen Bundesgebiet machten mit als eine Art Training für die Landesmeisterschaften. In kürzester Zeit Stämme entasten, Bäume so zu Fällen, dass sie in einem bestimmten Bereich fallen oder Schnitte perfekt ausführen waren nur einige Disziplinen mit denen die Fachleute überzeugten.

Wem das alles nicht genug war, der konnte besondere Produkte an einem der Verkaufsstände erwerben, sich am Kuchenbüfett laben oder einen Ritt auf einem Pony wagen. Für Geräuschempfindliche war die Veranstaltung nichts, denn ständig fuhr jemand mit einem alten Schätzchen vorbei und machte kräftig Lärm dabei. Besucher die nett fragten durften auch mal mitfahren. Un dreichlich zu Essen gab es auch.

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