650.000 Euro für Sanierung eingeplant

Trendelburg wieder mit Überschuss: Neues Feuerwehrhaus Deisel hat Priorität

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Nur noch ein Notnagel: Das Feuerwehrhaus in Deisel ist marode, Ersatz soll möglichst schnell her. Dafür will die Stadt Trendelburg 650 000 Euro im Haushalt 2017 einplanen. Ob es schon nächstes Jahr gebaut werden kann, steht aber noch nicht fest. 

Trendelburg. In den Jahren 2010 und 2011 häufte die Stadt Trendelburg noch pro Jahr jeweils zwei Millionen an neuen Schulden an. 2017 soll es nun erneut einen Überschuss geben. 

Damit plant der Magistrat mit Bürgermeister Kai Georg Bachmann an der Spitze das zweite Jahr in Folge einen ausgeglichenen Haushalt. 

Für 2016 war ein Überschuss von rund 30.000 Euro eingeplant worden – und wird voraussichtlich auch erreicht. Für 2017 sollen die Einnahmen die Ausgaben des Ergebnishaushaltes (laufende Verwaltung) um rund 50.000 Euro übersteigen. Abgestimmt wird über den Entwurf in der Stadtverordnetenversammlung am 8. Dezember.

Bürgermeister Kai Georg Bachmann

Der Schuldenstand der Stadt im Finanzhaushalt (Investitionen) steigt allerdings geringfügig um 27.000 Euro. „In Anbetracht der niedrigen Zinsen eine vertretbare Neuverschuldung. In Kombination mit günstigen Bedingungen für Fördergelder können wir lange überfällige Investitionsmaßnahmen ins Auge fassen“, sagte Bürgermeister Kai Georg Bachmann vor den Stadtverordneten.

Damit steigen die Schulden der Stadt auf etwas über 9,2 Millionen Euro an. Der noch für das Haushaltsjahr 2016 geplante Anteilserwerb an der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) in Höhe von 620.000 Euro ist dabei noch nicht berücksichtigt worden – ebenso wie die zu erwartenden Dividenden.

Die Investitionen

Rund 2,8 Millionen Euro will die Stadt nächstes Jahr investieren. Zwei Millionen davon sind Fördermittel, für die übrigen 800.000 Euro muss ein Darlehen aufgenommen werden.

• Der größte Posten geht an die Feuerwehr in Deisel. Das dortige Feuerwehrhaus ist völlig marode. Für eine Sanierung würde es keine Fördermittel geben, für einen Neubau dagegen schon. Dafür sind 650.000 Euro eingeplant (davon 330.000 Fördermittel). Außerdem wird ein neues Fahrzeug (Kosten: 180.000 Euro, davon 50.000 Euro Fördermittel) angeschafft.

• Knapp 450.000 Euro werden für Abwasserkanal-Sanierungen ausgegeben – das wird allerdings komplett vom EKVO-Konto (Landes-Fördermittel) der Stadt bezahlt. Nun ist hier noch eine Million Euro für künftige Reparaturen übrig.

• Mit 250.000 Euro (davon 200.000 Euro Fördermittel) ist der Breitbandausbau veranschlagt. Dabei handelt es sich laut Bürgermeister Bachmann aber nur um ein vorläufiges Budget, damit 2017 weitergearbeitet werden kann. Die Analyse der anfallenden Gesamtkosten ist hier noch nicht abgeschlossen.

Verwaltung mit Überschuss

Der Überschuss im Ergebnishaushalt soll ohne zusätzliche Belastungen für die Bürger erreicht werden. Mehreinnahmen sollen beim Holzverkauf und durch Pachtbeteiligung an Windkraftprojekten erzielt werden. Außerdem übernimmt die Stadt die standesamtlichen Aufgaben von Bad Karlshafen. Dafür bekommt sie jährlich 36.000 Euro.

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