Energiegenossenschaft Reinhardswald und Hessen Forst sprechen über Bau

Windräder im Wald: Verhandlung über Langenberg startet

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Windräder im Wald: Ab heute wird über den Langenberg verhandelt. Das Symbolfoto zeigt Windkraftanlagen im Wald in Baden-Württemberg. 

Reinhardswald. Um weitere Windräder im Reinhardswald geht es ab dem heutigen Freitag.

Die heimische Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) verhandelt mit dem Hessen Forst über Planung und Bau von Windrädern auf dem Langenberg.

Zuletzt hatte für den Gahrenberg bei Reinhardshagen eine südhessische Bietergemeinschaft den Zuschlag bekommen. Die EGR als Zusammenschluss heimischer Kommunen ging leer aus. Es ist nun ihre letzte Chance, ihren Gründungszweck zu erfüllen.

Obwohl die Energiegenossen die Vergabe scharf kritisiert hatten, wollen sie nun verhandeln. „Wenn sich die Kommunen also eine Einflussnahme im Sinne der Region offen halten wollen, muss die EGR im Gespräch bleiben“, sagt Vorstand Kai Georg Bachmann, Bürgermeister der Stadt Trendelburg.

Grundlage der Verhandlungen über das 572 Hektar große Gebiet (800 Fußballfelder) werden die Konditionen sein, die für den Gahrenberg erzielt worden sind - also vermutlich höhere Pachten und mehr Windräder als die EGR plant. Man werde sich aber nicht verbiegen: „Wir kalkulieren, dass zwölf Windkraftanlagen dort verträglich zu betreiben sind und werden uns in dieser Größenordnung weiter bewegen.“ Ein sofortiges Ergebnis ist laut Forst-Sprecherin Petra Westphal nicht zu erwarten: „Die Errichtung von Windkraftanlagen ist ein unter rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und praktischen Aspekten komplexer Vorgang.“

Sollte das von der Energiegenossenschaft angebotene Entgelt einen marktüblichen Wert nicht erreichen, werde Hessen Forst auch den Standort Langenberg öffentlich ausschreiben müssen.

Windrad-Kritiker wie Oliver Penner (Lippoldsberg) sehen kaum Chancen für die EGR: „Hessen Forst, die Landesregierung und Co. verscherbeln den Reinhardswald und lachen sich über so viel Naivität in der Provinz tot.“

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