Kelze - Trotz Operation: Saskia erlag Leberleiden

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    • 15.02.13
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Trotz Operation: Saskia erlag Leberleiden

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Kelze. Nach sechswöchigem Kampf ist die schwer leberkranke Saskia L. aus Kelze am Donnerstagmorgen in der Göttinger Uni-Klinik gestorben. Anfang Januar hatte die junge Frau eine Leber transplantiert bekommen, nachdem lange danach gesucht wurde.

Saskia L. aus Kelze

Saskia L. aus Kelze

Nach sechswöchigem Kampf ist die schwer leberkranke Saskia Lang aus Kelze am frühen Donnerstagmorgen in der Göttinger Uni-Klinik gestorben. Das bestätigten am Freitag ihre Mutter und ihr Stiefvater.

Wochenlang hatten viele Menschen um das Leben der 22-Jährigen gebangt, die lange auf ein Spenderorgan warten musste. Anfang Januar hatte die junge Kelzerin eine Leber transplantiert bekommen. War ihr Zustand nach der Operation noch sehr kritisch, ging es mit der Zeit stets ein wenig besser.

Bis Ende des Monats, als nach und nach ihre Organe versagten und sie das erste Mal reanimiert werden musste. Von da an war sie nicht mehr ansprechbar. An ihrem 22. Geburtstag, dem 4. Februar, kam es zu einem weiteren Herzstillstand.

„Eine Dreiviertelstunde wurde sie da reanimiert, dabei hat das Gehirn zu lang keinen Sauerstoff bekommen, so dass sie einen starken Hirnschaden davongetragen hatte“, erklärt ihr Stiefvater Rüdiger Barthsch. Da sämtliche Lebensfunktionen von Saskia mit Maschinen aufrecht erhalten wurden, sie zudem sehr hohes Fieber hatte, gab Mutter Betina Lang am späten Mittwochabend ihr Einverständnis, die Maschinen abzustellen.

Am nächsten Morgen gegen 3.30 Uhr erlag sie dann ihrem Leiden. Saskias Wunsch war es, dass ihre Tochter Emily bei ihrer Oma Betina groß wird.

Von Thomas Thiele und Tanja Temme

Hintergrund

Krankheit wurde 2006 festgestellt

Der Leidensweg von Saskia begann im Jahr 2006: Damals wurde bei der Kelzerin die seltene Krankheit Morbus Wilson diagnostiziert. Ein Gendefekt, der überwiegend bei Mädchen im Alter von rund 15 Jahren ausbricht. Saskias Leberwerte waren sehr schlecht.

Sie kollabierte und wurde in ein Hannoveraner Krankenhaus geflogen. Dort erhielt sie zum ersten Mal eine Spenderleber. In den folgenden Jahren ging es ihr zwar besser, doch ihr Körper wehrte sich gegen das neue Organ.

Im Sommer 2011 erreichte der Krankheitsverlauf einen neuen Höhepunkt und blieb seitdem unverändert schlecht. Anfang Januar kam der Anruf, dass erneut eine Leber gefunden wurde. Aber auch diese Transplantation konnte Saskia nicht retten. (jus)

Hinweis der Redaktion: Unter diesem Artikel werden ausschließlich Kondolenz-Bekundungen veröffentlicht.

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