Was geschah mit Hanni, Hugo und Co?

Verschwundene Katzen: Gottsbürener suchen weiter

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Traurig und ratlos (von links): Sabine Brunnert, ihre Söhne Niklas und Jan-Luca, Sabrina Schröder sowie Brigitte Schumann

Gottsbüren. Was ist passiert mit Hanni, Hugo und den anderen Katzen, die spurlos verschwunden sind? Und wer hat Kater Charlie angeschossen? Diese Fragen stellen sich derzeit Familien aus der Sababurger Straße in Gottsbüren. Einige warten bereits seit Wochen vergeblich auf die Heimkehr ihrer Hausgenossen.

Jetzt wird nach der erst kürzlich verschwundenen Katze Hanni auch noch Sabrina Schröders Kater Hugo vermisst. „Wenn die Katzen überfahren worden wären, hätten wir das in unserem überschaubaren Dorf erfahren. Deshalb habe ich Anzeige bei der Polizei erstattet. Doch ohne konkrete Hinweise bringt das nichts“, sagt die 30-Jährige.

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Tierfänger, ein Hund, der scharf auf Katzen ist oder ein Katzenhasser? Einige Frauen und Kinder aus den betroffenen Familien sitzen zusammen und erörtern, was geschehen sein könnte. Sie haben sich auf dem Balkon von Sabrina Schröder getroffen. Dahinter liegt ein Katzenparadies mit ausgedehnten Weideflächen, Bäumen und garantiert vielen Mauselöchern. In der Wohnung steht ein großer Kratzbaum. Es gibt Höhlen zum Verstecken, Spielzeug und Fotos der geliebten Samtpfoten hängen an der Wand.

Eine von drei Katzen ist der Verwaltungsfachangestellten geblieben. „Um die habe ich jetzt auch Angst. Wir haben sie wie die anderen aufgenommen oder aus dem Tierheim geholt, damit ihr Leben schöner wird. Bei dem Gedanken daran, was alles passiert sein kann, könnte ich heulen“, sagt Schröder.

Steckbriefe verteilt

Damit es nicht tatsächlich geschieht, hört sie auf zu erzählen und blickt in die Runde. Brigitte Schumann von der Metzgerei gegenüber springt ein. Die 45- Jährige wirkt nicht wie eine Romantikerin. Doch auch sie ist vom Verschwinden ihrer drei Tiere berührt. „Sie sind von heute auf morgen nicht mehr nach Hause gekommen. Da stimmt doch was nicht. Dagegen muss man was unternehmen“, sagt Schumann resolut. In der Hoffnung etwas zu erfahren, hat Sabrina Schröder Steckbriefe ihrer Tiere entlang der Straßen aufgehängt. Damit wenigstens die Ungewissheit ein Ende hat.

Ein Rätselraten um das Schicksal ihres einjährigen Katers ist Familie Brunnert erspart geblieben. Gleichwohl würde Brunnerts interessieren, wer Charlie angeschossen hat. „Ich finde es schlimm, dass es Menschen gibt, die auf Katzen schießen. Ich mache mir Sorgen, dass es nochmal passiert“, sagt Sabine Brunnert. Ihr zehnjähriger Sohn teilt die Befürchtung. Niklas: „Am liebsten wäre mir, wenn Charlie jetzt immer in der Wohnung bleiben würde. Aber Katzen wollen doch nicht nur drinnen sein.“

Was auch immer den Tieren in Gottsbüren widerfahren ist: Es geschah im Umfeld der Sababurger Straße. „Jetzt zählt die Aufmerksamkeit der anderen Anwohner. Wir wären dankbar, wenn Beobachtungen an uns oder an die Polizei weitergeben würden“, sagt Sabrina Schröder. (ziv)

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