Kritik an Teilnahme am Bieterverfahren

FWG zu Windkraft: Vieles nicht bekannt

Trendelburg. Die Trendelburger FWG übt weiter Kritik an der geplanten Nutzung der Windenergie im Reinhardswald. Auch an dem Bieterverfahren des Landesbetriebs Hessen Forst für die Windvorrangfläche Gahrenberg im Reinhardswald haben die Freien Wähler Zweifel.

Die Trendelburger Stadtverordneten hatten vergangene Woche mit der Mehrheit von SPD und CDU Bürgermeister Kai Georg Bachmann das Mandat erteilt, ein Gebot für den Gahrenberg abzugeben. Die FWG stimmte dagegen (wir berichteten).

In einer Presseerklärung bemängelt die FWG, dass keinem der Stadtverordneten die Vereinbarung zur gemeinsamen Windparkentwicklung im Reinhardswald vorgelegt worden sei. Somit würden Informationen zu den wesentlichen Bestandteilen des Vertrages fehlen.

Die Mandatsträger hätten zudem zu wenig Zeit gehabt, sich sachkundig zu machen, erklärt Tobias Seydler, Vorsitzender der FWG. „Alle Stadtverordneten sollten dem Bürgermeister quasi einen Blankoscheck unterzeichnen, der ihn beauftragt, in einem Bieterverfahren zu bieten, in dem es mehr unbekannte als bekannte Faktoren gibt.“ Wie so oft würden Entscheidungen getroffen, für die am Ende keiner die Verantwortung übernehmen müsse „außer der Steuerzahler“. Neben allen Fragen der Wirtschaftlichkeit dürfe allerdings auch nicht vergessen werden, „welchen Wert der Wald als Erholungsschatz und Wahrzeichen der Region für uns hat.“

Der FWG-Vorsitzende weist darauf hin, dass das die Bundesregierung als Ziel bekannt gegeben habe, die Förderung von Windkraftanlagen um 7,5 Prozent zu reduzieren. Damit solle die Ausbaudynamik auf ein sinnvolles Maß gesenkt werden. Wie sich diese Reduzierung der Förderung später auf das Betriebsergebnis und damit auf die Finanzierung der Anlagen auswirke, habe in Trendelburg scheinbar keinen der Anwesenden interessiert, bedauert Seydler. (geh)

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