Deutsch-französische Familie freut sich auf das Halbfinale

„Wir gewinnen sowieso“

Fußball ist Familiensache: Wenn die Deutschen oder Franzosen spielen, sitzen die Lefebvres vor dem Fernseher. Die Kinder Charlotte, Jeff, Emile und Oscar (von links) zeigen mit blauen Trikots, wem ihre besonderen Sympathien gelten. Foto:  Temme

WESTUFFELN. Sie für Deutschland – er für Frankreich: Während Uta Lefebvre heute Abend für die Löw-Elf die Daumen drückt, wird ihr Mann Xavier mit seinen französischen Landsmännern mitfiebern. Auch die ältesten beiden ihrer Kinder wollen das besondere Spiel der Fußball- EM nicht verpassen, werden mit ihren Eltern die Geschehnisse in Stadion von Marseille vom Sofa aus verfolgen.

Eigentlich seien sie ja keine echten Fußballfans, doch solche Großereignisse wie die Eeuropa- und Weltmeisterschaft würden sie stets anschauen, sagt der gebürtige Franzose. So haben sich die beiden nicht nur alle Spiele der Deutschen, sondern auch die der Franzosen angesehen. Ziemlich siegessicher gibt sich der 39-jährige gebürtige Dünkirchen was das heutige Aufeinandertreffen angeht. „Wir werden die deutsche Elf mit 3:0 schlagen“, bemerkt er. Eine völlig andere Prognose hat die 38-Jährige: „Ich denke, dass es ein knappes 2:1 für Deutschland wird – wahrscheinlich sogar wieder mit Elfmeterschießen.“

Dass derzeit im deutschen Kader gute Spieler ausfallen, findet Uta Lefebvre nicht dramatisch – „schließlich hätten es auch die Jungs auf der Ersatzbank drauf.“

Ähnlich überzeugt ist auch der Monteur von seiner Heimatmannschaft: „Hauptsache, wir bekommen das erste Tor, dann ist alles gut und es läuft.“ Leichte Defizite hätten die Franzosen zwar in der Verteidigung, doch das würden sie mit ihrem Spielwillen wett machen.

Im Trikot zur Arbeit

Sollten die Franzosen tatsächlich das Spiel meistern, will Xavier Lefebvre auf jeden Fall im Trikot seiner Nationalmannschaft zur Arbeit gehen. Das müsse sein, denn seine Kollegen seien sich sehr sicher, was Jogis Elf anbelangt.

Verbissen wird Fußball bei dem Paar nicht gesehen. „Genau genommen, können wir ja nur gewinnen, denn eigentlich mögen wir ja beide Mannschaften“, so die Lehrerin. Ähnlich sehen das auch ihre Kinder, auch wenn die etwas mehr für Deutschland sind. (zta)

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