Wer von der A7 runter will, kann das künftig nur noch an der Abfahrt Kassel-Nord. Das wird im Kasseler Osten zu erheblichen Verkehrsproblemen führen.
Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums in Berlin, die bisherige Anschlussstelle Ost mit dem Weiterbau der neuen Autobahn 44 zu einem Autobahndreieck ohne Auf- und Abfahrmöglichkeiten zu machen, ist im Kasseler Rathaus noch gar nicht offiziell angekommen. "Wir haben noch keine Informationen", sagt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne).
Die Stadt hatte bisher darauf gehofft, dass der Autobahnanschluss Ost erhalten bleibt. Jetzt ist klar, dass der Bund die kostengünstigere Variante eines bloßen Autobahndreiecks wählt, wenn die neue A 44 an die A 7 angeschlossen wird. Dann wird von und zum Autobahnanschluss Kassel-Nord künftig deutlich mehr Verkehr über die Dresdener Straße und den Platz der Deutschen Einheit rollen.
Sowohl die Dresdener Straße und insbesondere auch der große Kreisel sind aber schon jetzt am Ende der Leistungsfähigkeit und zeitweise überlastet. Der gefährliche Kreisverkehr in der Unterneustadt ist zudem Kassels Unfallschwerpunkt Nummer eins mit jährlich 120 Unfällen, 22 Verletzten und 1,1 Millionen Euro Schadenssumme.
Anwohner in Bettenhausen, aber auch in Niestetal und Kaufungen haben Angst vor zunehmendem Schleichverkehr durch Autofahrer, die Verkehrsstaus umgehen wollen.
Die Stadt werde den Platz der Deutschen Einheit umbauen, kündigt Nolda an. Nach der Entscheidung gegen den Autobahnanschluss Ost werde man den Bund in die Pflicht nehmen, der Stadt finanziell bei der Bewältigung der drohenden Verkehrsprobleme zu helfen.
Von Jörg Steinbach






























