„Das Prinzip ist einfach. Einer tanzt vor und plötzlich rasten alle für kurze Zeit mit aus“, erklärt Initiator Kevin Reuting (21) aus Schauenburg die Idee des etwa 30 Sekunden langen Tanzes, der mittlerweile zu einem Internetphänomen geworden ist. Auf dem Video-Portal Youtube finden sich inzwischen Tausende Kurzfilme, die meist bunt kostümierte Menschen zeigen, wie sie den Tanz wild gestikulierend nachahmen.
Ursprünglich soll der Harlem Shake in den 1980ern in Clubs im New Yorker Viertel Harlem entstanden sein. Ende Januar tauchte der Tanz dann im Netz zu Elektromusik des US-amerikanischen Künstlers DJ Baauer auf, wenige Tage später wurden die ersten Parodien hochgeladen.
„Ich habe den Harlem Shake auf Youtube gesehen und dachte mir, dass wir das in Kassel auch machen können“, sagt Reuting. Deshalb lud er seine Freunde über Facebook für Mittwochnachmittag auf den Königsplatz ein, die wiederum informierten ihre Freunde über den geplanten Flashmob – so nennt man einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf.
Von diesem Schneeballsystem erfasst wurde auch Corinna Dengler aus Kassel. Die 21-Jährige hatte sich wie viele andere Teilnehmer verkleidet und kam mit Weihnachtsmütze und Sonnebrille. „Harlem Shake ist genial, weil alle mitmachen können“, sagt sie.
Laut Reuting hatten über Facebook zwischenzeitlich 700 Menschen zugesagt. So viele kamen dann zwar nicht zum Königsplatz – einen „Harlem Shake“ tanzten sie trotzdem.































