Kassel - Friedrich-Ebert-Straße: Geschäftsleute bereiten sich auf lange Zeit mit Baustelle vor

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    • 16.02.13
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Fest zum Baustart

Friedrich-Ebert-Straße: Geschäftsleute bereiten sich auf lange Bauzeit vor

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Kassel. Nun wird es ernst: Ab März ist die Friedrich-Ebert-Straße Baustelle. Vor dem großen Umbau im nächsten Jahr werden zwischen Ständeplatz und Annastraße sämtliche Leitungen erneuert.

So soll es werden: Bäume am Straßenrand und viel Platz zum Flanieren - so soll die Friedrich-Ebert-Straße nach dem Umbau aussehen. Zu sehen ist der Abschnitt zwischen Karthäuserstraße und Annastraße.

© Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum

So soll es werden: Bäume am Straßenrand und viel Platz zum Flanieren - so soll die Friedrich-Ebert-Straße nach dem Umbau aussehen. Zu sehen ist der Abschnitt zwischen Karthäuserstraße und Annastraße.

Kasselwasser ist bereits seit Monaten in der Karthäuser- und nun auch in der Friedrich-Ebert-Straße aktiv und tauscht Kanäle aus. Weitere Versorger folgen.

Geschäftsleute, Ärzte und andere Dienstleister an der Einkaufsmeile müssen sich auf schwierige Zeiten einstellen. Die Befürchtungen sind groß, dass Kunden, Klienten und Patienten wegbleiben. Die Anrainer wollen deshalb gegensteuern. Gemeinsam mit dem Stadtbüro, das sich um die Belange im Quartier kümmert.

Zum Anbaggern haben sie für Samstag, 2. März, von 11 bis 14 Uhr ein kleines Fest vor der Alten Hauptpost organisiert. Anwohner, Kunden und andere Besucher können sich an diesem Tag über die Baustelle und die weitere Entwicklung der Friedrich-Ebert-Straße informieren. Das Spielmobil Rote Rübe wird eine Hüpfburg aufbauen, es gibt Getränke und kleine Speisen. „Wir wollen eine positive Stimmung erzeugen“, sagt Architektin Simone Mäckler vom Stadtbüro. Je mehr positive Impulse von der Einkaufsmeile ausgingen, umso mehr Kunden hielten ihr die Treue.

Förderprogramm Friedrich-Ebert-Straße:

Aktuelle Informationen gibt es nach dem Baustart gibt es hier.

Mit Postkarten und Plakaten will das Stadtbüro im Quartierfür Verständnis werben, ein Maskottchen soll Sympathien bringen. Zum Baustart werden zudem mehrere Tausend Info-Blätter mit den genauen Bauzeiten und -abläufen verteilt. Ziel ist ein reger Austausch. „Wir wollen, dass die Ärzte ihren Patienten sagen können, wo sie parken können“, sagt Mäckler. Es gebe aber nicht nur eine Bringschuld. Sie erwarte auch, dass sich die Anrainer mit Fragen und Anregungen von sich aus zu Wort meldeten.

Wünschenswert wäre aus ihrer Sicht auch mehr Engagement aus den Reihen der Anrainer für das gesamte Quartier, das es leider nur vereinzelt gebe. „Klar, die Baustelle ist hart“, sagt Stadtplaner Jens Franken, der Sarah Philipp im Stadtbüro abgelöst hat. Aber danach werde die Friedrich-Ebert-Straße deutlich attraktiver sein. Bis dahin müsse man gemeinsam alles daransetzen, die Bauzeit so gut wie möglich zu überstehen. Für Unternehmen, die gut aufgestellt sind, sei das kein Problem, sagt Mäckler. Sie geht wie die Planer davon aus, dass die Einkaufsmeile nach dem Umbau aufblüht.

Inzwischen hätten Investoren deren Potenzial entdeckt und seien wie beispielsweise beim Colonia-Haus dabei, Gebäude aufzuwerten. „Wir haben auch viele Anfragen von Gründern.“ Aktuelle Zahlen zu Belegung und Leerstand gibt es zurzeit nicht. Sie sollen in den nächsten Wochen erhoben werden

Ab März wird über zwei Jahre gebuddelt

Leitungsbauer rücken in Ebert-Straße an – Start zwischen Karthäuserstraße und Ständeplatz

Anfang März rücken die Leitungsbauer in der Friedrich-Ebert-Straße an: Dann werden zwischen Karthäuserstraße und Ständeplatz sämtliche Versorgungsleitungen - Wasser, Gas, Strom - erneuert. Dieser Abschnitt ist dann stadteinwärts Baustelle.

Ebenfalls ab Anfang März wird stadtauswärts zwischen Bürgermeister-Brunner-Straße und Haltestelle Annastraße gebaut. Auch dort werden Leitungen ausgetauscht. Gearbeitet wird im Gehweg, sodass der Verkehr stadtauswärts weiterfließen kann.

Für Fußgänger wird ein provisorischer Gehweg mit Zugang zu Häusern und Geschäften angelegt. Bauzeit: fünf Monate.

Mit dem Start der Sommerferien im Juli beginnt die zweite Bauphase. Gebaut wird auf der nördlichen Straßenseite (Alte Hauptpost, Landesversicherungsanstalt). Diese Bauphase zieht sich bis zum Sommer 2014, sie ist mit 14 Monaten veranschlagt.

Die Straßenbahn wird wegen der Gleisbauarbeiten in den Sommerferien 2014 nicht durch die Friedrich-Ebert-Straße fahren.

Im September 2014 soll mit dem Ende der Sommerferien die dritte und letzte Bauphase auf der südlichen Seite (Komödie) starten, die voraussichtlich bis Dezember 2015 dauern wird. Stadtauswärts wollen die Straßenbauer die Friedrich-Ebert-Straße in dieser Zeit fast durchgängig frei halten, die Südseite mit Fahrtrichtung Innenstadt wird gesperrt sein. Wegen der Gleisbauarbeiten auf der Südseite wird die Straßenbahn auch in den Sommerferien 2015 dort außer Betrieb sein.

Shuttle für die Kunden

Mehr Service als Reaktion auf Baustelle

Bauarbeiten vor der Ladentür sind Geschäftsleuten ein Graus. Dass sie selbst einiges tun können, um die Kunden trotz Baustelle zu halten, zeigt das Beispiel des Einrichtungshauses Jatho an der Goethestraße/Ecke Friedrich-Ebert-Straße.

Stadtbüro, Friedrich-Ebert-Straße 32-34,
Telefon 0561/60285640;
E-Mail: stadtbuero@friedrich-ebert-strasse.netInternet: www.friedrich-ebert-strasse.net
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 9 bis 13 Uhr, Dienstag und Mittwoch 15 bis 19 Uhr.

Petra Andrecht, die in der Geschäftsleitung des Familienunternehmens tätig ist, hat während der Bauarbeiten in der Goethestraße stets Kontakt zur Stadtverwaltung und zum Stadtbüro gehalten, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Die Kunden wurden über die Homepage von Jatho über Anfahrts- und Parkmöglichkeiten informiert. So stand dort zu lesen: „Die Baustelle hat Winterpause. Wir sind über die Friedrich-Ebert-Straße sowie Goethestraße zu erreichen. Es befinden sich Parkplätze vor unserem Haus.“ Dass man Parkplätze anbieten könne, sei für die Kunden „das Allerwichtigste“, sagt Petra Andrecht.

Wegen der Baustelle habe man den Kunden zeitweise einen kostenlosen Shuttle-Service angeboten. Informiert sein müsse man auch, damit die Anlieferung per Lkw sichergestellt sei, sagt die 47-Jährige. Jatho hat sich langfristig auf die Baustelle vorbereitet und unter anderem einen Seiteneingang an der Westerburgstraße geschaffen. Vom Umbau profitierten am Ende alle, sagt Andrecht. „Es wird ein super attraktives Gebiet.“

Ansprechpartner im Quartier:

Das Stadtbüro wurde 2011 im Zuge der Pläne für die Wiederbelebung der Friedrich-Ebert-Straße mithilfe des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“ ins Leben gerufen. Simone Mäckler und Jens Franken sind Ansprechpartner für Eigentümer, Geschäftsleute, Mieter und Interessenten im Quartier.

Betrieben wird das Stadtbüro von der Dortmunder Planungsgruppe Stadtbüro und den Vereinigten Wohnstätten 1889 im Auftrag der Stadt.

Von Ellen Schwaab

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