Kundendaten im Container

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    • 16.04.13
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Sensible Kundendaten im Container: Passant entdeckte entsorgte Unterlagen

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Kassel. Brisanter Fund: Ein Passant hat am Wochenende in einem Container an der Dresdener Straße einen geöffneten Karton mit vertraulichen Unterlagen entdeckt. Darin enthalten: Namen, Adressen, Geburtsdaten, Angaben zum Jahreseinkommen.

Persönliche Daten: Aus den Unterlagen gehen Name (hier von uns unkenntlich gemacht), Adresse und Jahreseinkommen von Kunden des Finanzdienstleisters AWD hervor. Foto: Fischer

© HNA/Fischer

Persönliche Daten: Aus den Unterlagen gehen Name (hier von uns unkenntlich gemacht), Adresse und Jahreseinkommen von Kunden des Finanzdienstleisters AWD hervor.

Die Daten waren von dem Finanzdienstleister AWD erhoben worden. Der Passant informierte umgehend die Kasseler Polizei über den Fund.

Die Beamten haben laut Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch inzwischen den Verantwortlichen ermittelt und dafür gesorgt, dass die Unterlagen ordnungsgemäß geschreddert und entsorgt werden. Gegenüber den Polizisten habe der Verantwortliche erklärt, die Unterlagen mit den Kundendaten seien im Zuge der Fimenübernahme aussortiert worden und versehentlich in den Container gelangt.

„Wir prüfen nun, ob ein Straftatbestand oder eine Ordnungswidrigkeit vorliegt“, sagte Jungnitsch. AWD wurde an das Schweizer Unternehmen Swiss Life Select verkauft. Eine Beurteilung sei sehr schwierig, sagte Jungnitsch. Die Unterlagen seien nicht vorsätzlich in fremde Hände gegeben worden, aber eine gewisse Fahrlässigkeit im Umgang mit sensiblen Daten sei gegeben. „Man muss einen ordnungsgemäßen Umgang mit solchen Daten gewährleisten“, sagte Jungnitsch. „Es ist nicht in Ordnung, dass sie einfach so weggeworfen werden.“

Die Frage sei, ob Unterlagen mit solch persönlichen Daten unter einem bestimmten Rechtsschutz stehen. Ein Schaden sei offenbar aber nicht entstanden.

Swiss Life Select will ebenfalls klären, wie es zu der unsachgemäßen Entsorgung kommen konnte. „Der Vorgang ist uns bislang nicht bekannt“, sagte Unternehmenssprecher Andreas Fischer. Ein solches Vorgehen würde allen datenschutzrechtlichen Standards des Unternehmens widersprechen. „Wir werden der Sache nachgehen.“ (els)

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