Die Basis in der Kasseler CDU kommt nicht zur Ruhe.
Zudem traten beide aus der Partei aus. Auch ein weiteres CDU-Mitglied aus dem Stadtteil soll sein Parteibuch abgegeben haben.
Auf der Führungsebene des Stadtbezirksverbandes sind bis auf Schriftführer Werner Dick und Beisitzer Reiner Koch, die beide in den Ortsbeirat am Jungfernkopf einziehen werden, auch die vier weiteren Vorstandsmitglieder zurückgetreten. Allerdings wollen Ina Krabbe-Israel, Manfred Israel, Fredo Zarbock und Markus Braband ihr Parteibuch offenbar behalten. „Wir wollen Verantwortung übernehmen für den verlorenen Wahlkampf und ein Zeichen setzen für die Erneuerung der Partei“, sagte Bremer auf Anfrage der HNA. „Es ist Zeit, dass wir aufstehen und den Rücken gerade machen.“
Die CDU brauche inhaltlich und personell eine Neuausrichtung. Bis auf den Flughafen Calden und das Lange Feld habe die Partei es nicht geschafft, sich zu positionieren. Die CDU habe ihre Konturen verloren.
Auch personell müsse es „da, wo es nötig ist“ einen Neuanfang geben, sagte Bremer – ohne auf die Frage, ob er einen Rücktritt von Eva Kühne-Hörmann befürworte, einzugehen. Seine ebenfalls zurückgetretenen Harleshäuser Amtskollegen hatten die Parteichefin und ihren Führungsstil scharf kritisiert.
Bremer und Krapp werden an der geforderten Erneuerung nicht mehr mitwirken, wie sie mit ihren Austritten klarmachen. „Es geht um ein Ehrenamt, in dem wir uns für den Stadtteil einsetzen“, sagt Bremer. „Da braucht man Rückendeckung.“ Die habe der Kreisverband vermissen lassen.
Schriftführer Werner Dick, zugleich auf Platz eins der Liste für den Ortsbeirat, ist betroffen von den Austritten. Er halte es für den richtigen Schritt, dass die CDU-Chefin und der Vorstand die Vertrauensfrage stellen wollen. „Nur so kann endlich Ruhe in die Partei kommen.“
Die Seiten des Stadtbezirksverbands Jungfernkopf sind übrigens innerhalb des CDU-Internetauftritts noch erreichbar. Den Zugriff auf die Harleshäuser Seiten hatte Kühne-Hörmann mit der Begründung sperren lassen, dass es derzeit keinen handlungsfähigen Vorstand gebe. Also könne der Verband auch nicht nach außen auftreten. Anders als auf den Jungfernkopf-Seiten hatte sich in Harleshausen der dortige Schriftführer Martin Kiok öffentlich und im Netz kritisch über die CDU-Chefin geäußert.
Von Katja Rudolph und Claas Michaelis































