Zwangsprostitution in Kassel: Polizei befreite junge Frau von Zuhälterpaar

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    • 01.02.13
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20-Jährige zur Prostitution gezwungen

Polizei befreite junge Frau aus Fängen von Zuhälterpaar

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Kassel. Eine 20-jährige Bulgarin ist aus den Fängen eines mutmaßlichen Zuhälterpärchens befreit worden. Das Paar hatte die junge Frau in Kassel zur Prostitution gezwungen.

Symbolbild Polizei

Nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Knöll war die 20-Jährige von dem Pärchen, einem 44-jährigen Griechen und seiner 32-jährigen bulgarischen Lebensgefährtin, unter dem Vorwand, als Kellnerin in Deutschland das „schnelle Geld“ verdienen zu können, angeheuert und nach Kassel gebracht worden. Doch statt der versprochenen Kellner-Stelle brachte man sie in eine Terminwohnung am Schwanenweg, wo sie mit Gewalt zur Prostitution gezwungen wurde.

Vom dem Geld für die erzwungene Prostitution bekam sie nichts zu sehen, das wanderte unverzüglich in die Taschen des Zuhälterpärchens.

Auf die Schliche der beiden Verdächtigen waren die Beamten des für Menschenhandel und Sexualdelikte zuständigen Kommissariats K 12 durch einen anonymen Hinweis gekommen. Intensive Ermittlungen hätten ergeben, dass die junge Frau in dem Haus am Schwanenweg gegen ihren Willen festgehalten und zur Prostitution gezwungen wurde. Bei einer Kontrolle der Terminwohnungen in Bettenhausen Ende vergangener Woche trafen Ermittler des K 12 auf die 20-Jährige und nahmen sie in ihre Obhut.

Erleichtert über ihre Befreiung und unter Tränen habe die junge Frau in ihrer Vernehmung geschildert, wie sie unter falschen Voraussetzungen nach Deutschland gelockt und dann mit Gewalt zur Prostitution gezwungen worden sei. Sie sei von den Tatverdächtigen geschlagen worden.

Die Ermittler nahmen den 44-Jährigen und seine 32-jährige Gefährtin fest. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft erließ ein Haftrichter beim Amtsgericht Kassel Haftbefehl gegen das Pärchen.

„Das Opfer habe Unglaubliches erlebt und durchgemacht. Die Erleichterung der jungen Frau, nachdem wir sie in unsere Obhut genommen haben, ist kaum vorstellbar und hat die Ermittler vor Ort sehr bewegt. Der Weg in ihre Heimat kann ihr jetzt Dank einer Hilfsorganisation, die Opfer von Menschenhandel intensiv betreuen, geebnet werden“, sagt Erster Kriminalhauptkommissar Jörg Kruse, Leiter des Kommissariats K 12. (use)

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