Andy Gheorghiu aus Korbach: Vom Rathaus-Job zum Fracking-Aktivisten

Mit Hündin Alba regelmäßig unterwegs im Totenhagen: Andy Gheorghiu vor dem Gebäude, das er bewohnt – dem Roten Turm des Korbacher Stadtmauerrings. Foto: Hermann
+
Mit Hündin Alba regelmäßig unterwegs im Totenhagen: Andy Gheorghiu vor dem Gebäude, das er bewohnt – dem Roten Turm des Korbacher Stadtmauerrings.

Korbach. Nach 20 Jahren im Rathaus: Andy Gheorghiu kündigte seinen sicheren Job eim öffentlichen Dienst, um sich ganz dem Kampf gegen die umstrittene Gas-Fördermethode Fracking zu widmen.

Was er wagte, wagen nicht viele: Andy Gheorghiu hat seinen Posten im Korbacher Rathaus aufgegeben, um sich auf ein auch persönlich riskantes Terrain zu begeben. Er kündigte für sein Engagement gegen Fracking.

„Ich war an einem Punkt angekommen, an dem ich mich entscheiden musste“, sagt der 39-Jährige rückblickend. Der Aufwand, den er als Aktivist und Mitglied von Anti-Fracking-Initiativen betrieb, war neben dem Beruf - er war im Bauamt zuständig für die Vergabeverfahren - nicht mehr zu leisten. Gheorghiu entschied sich - für den Kampf gegen Fracking. Gegen seinen Angestellten-Job.

Zum 1. April schied der Korbacher aus dem Rathaus aus. Seither lebt er von Arbeitslosengeld und Ersparnissen. Dabei hat Andy Gheorghiu Arbeit genug. Tatsächlich ist er ein gefragter Mann, wird bundesweit als Fracking-Experte zu Diskussionsrunden und Vorträgen eingeladen. Mehrfach war er bereits im Fernsehen und gab überregionalen Zeitungen Interviews. Die bisher größte Ehre: Als Mitinitiator verlas Gheorghiu die Korbacher Resolution im Namen der Bürgerinitiativen im Europäischen Parlament.

Von Andreas Hermann

Wie der Korbacher zu seinem Engagement gegen Fracking kam, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Waldeckische Allgemeine.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.