Gerücht wurde via Facebook verbreitet

Keine Giftköder im Parkgelände in Bad Wildungen

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Entwarnung: Im ehemaligen Landesgartenschaugelände und Kurpark wurden Behördenangaben zufolge keine vergifteten Hundeköder ausgelegt

Bad Wildungen. Über Facebook wird derzeit ein Gerücht verbreitet, welches insbesondere Hundebesitzer beunruhigt. Demnach sollen im Bad Wildunger Kurpark und Landegartenschaugelände vergiftete Köder ausgelegt worden sein.

„Achtung an alle Hundebesitzer in Bad Wildungen: Giftköder im Kurpark und ehem. LGS Gelände gefunden. Zwei Hunde sind bereits gestorben!!!!!!!!!!“, wurde gepostet.

Diese - für Hundeliebhaber als Horrornachricht empfundene Meldung - verbreitete sich rasend schnell im Netz. Inzwischen ist sogar auch noch von fremden Personen die Rede, die im ehemaligen Ausstellungsgelände unterwegs seien um vergiftete Hundeleckerlis zu verkaufen. „Wir wissen von nichts, gehen aber den Hinweisen nach.“ Mitarbeiter des Bauhofs hätten inzwischen das komplette Parkgelände akribisch abgesucht. „Sie haben aber nichts gefunden. Wir prüfen darum jetzt, ob wir die entstandenen Kosten dem Urheber der Internetnachricht in Rechnung stellen können“, sagte Bad Wildungens Ordnungsamtsleiter Martin Segeler.

Nach Recherchen der Stadtverwaltung führt die Spur nach Hann. Münden. Von dort sei die Meldung über Edertal nach Bad Wildungen herüber geschwappt. Segeler geht davon aus, dass es sich dabei um einen üblen Scherz handeln könnte. Ein Sprecher der Polizeistation Bad Wildungen bestätigt seine Vermutung: „Auch wir sehen das so, denn uns ist von irgendwelchen Giftködern nichts bekannt.“

Der Bad Wildunger Tierarzt Dr. Philipp Matthes sagte auf Anfrage der HNA: „Ich finde es unverantwortlich, wie man so ein Gerücht über Facebook posten und verbreiten kann.“ Er berichtete von mehreren besorgten Hundebesitzern, die ihn auf die angeblichen Giftköder im Parkgelände bereits angesprochen hätten.

Während der vergangenen Wochen sei zwar ein Cocker Spaniel gestorben, „aber der hatte garantiert nichts vergiftetes gefressen“, berichtete Matthes. Der Hund sei mit sehr großer Wahrscheinlichkeit an etwas vergammelten verendet, was er zuvor gefressen habe.

Von Uli Klein

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