Sondermüll landet in der Umwelt

Warnung: Elektro-Schrott wird oft illegal gesammelt

Waldeck-Frankenberg. Im Landkreis wird vor illegalen Schrottsammlungen gewarnt. Der Kreis-Eigenbetrieb Abfallwirtschaft appelliert, Elektro-Altgeräte nicht an fahrende Schrottsammler oder über Korbsammlungen abzugeben.

Immer wieder würden diese Abfälle ausgeschlachtet und unkontrolliert als wilde Ablagerungen in der Umwelt landen. Die Beseitigungskosten trage die Allgemeinheit.

Vor kurzem erst habe eine Gruppe aus Osteuropa versucht, mit einer Korbsammlung an Metall und Elektro-Geräte zu gelangen, erklärte Eigenbetriebs-Leiter Egbert Blanc auf HNA-Anfrage. „Eine absolut illegale Sammlung“ sei dies gewesen.

Die Entsorgungswege könne in solchen Fällen niemand nachvollziehen, so Blanc weiter. Neben der Gefahr, dass Teile wild abgelagert werden könnten, gebe es weitere Probleme, sagte Blanc. Alte Elektrogeräte können auch umweltgefährdende Schadstoffe enthalten. Gerade bei Kühlgeräten führe das Ausschlachten des Motors oder des Kompressors dazu, dass klimaschädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) aus dem Kühlmittel in die Umwelt gelangen.

Sammlungen sind illegal

Daher seien solche Elektro-Altgeräte in Hessen als Sonderabfall eingestuft. In der Regel seien daher die oben genannten Sammlungen illegal und würden sowohl abfallrechtlich wie auch von den Ordnungsbehörden verfolgt. Solche Sammler seien auch schon mit Transportern bei Verkehrskontrollen der Polizei aufgefallen, sie hätten ihre Ware dann bei einer Sammelstelle des Landkreises abladen müssen, berichtete Blanc. Dort sei für die Bürger generell eine kostenlose, ganz legale Abgabe möglich.

Die Verwertungserlöse, die der Kreis selbst durch die E-Schrott- und Metallsammlung erziele, würden komplett in die Abfallgebührenberechnung fließen, so Blanc. So entlaste die jährliche Gutschrift von bis zu 60.000 Euro die Gebührenzahler.

Von Matthias Müller

Rubriklistenbild: © Symbolbild

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