Amt in Kassel will alle Sprechtage in nordhessischen Landkreisen streichen

Kommentar zum Versorgungsamt: Die Leute nicht allein lassen

Waldeck-Frankenberg. Das Versorgungsamt Kassel streicht ab sofort alle Sprechtage in den nordhessischen Landkreisen. Auch in Waldeck-Frankenberg. Ein Kommentar von Jörg Paulus.

Die Gründe für die Streichung der auswärtigen Sprechtage des Kasseler Versorgungsamtes kommen einem von anderen Behörden bekannt vor: weniger Personal, mehr Digitalisierung, höherer Kostendruck. Das ist nachvollziehbar. Ärgerlich ist es dennoch. Vor allem, weil es in diesem Fall hauptsächlich Menschen mit körperlichen Behinderungen trifft, die froh über das Angebot vor Ort waren, auch wenn sie vielleicht nur etwas abgeben wollten.

Klar: Wenn ein Angebot zu wenig genutzt wird, muss man sich über die Weiterführung Gedanken machen. Das ist hier - laut Amt mit einigen Jahren Bedenkzeit - geschehen. Trotzdem sollte gewährleistet bleiben, dass auch Menschen, die nicht ohne Weiteres nach Kassel fahren können, bei ihren Anliegen nicht allein gelassen oder auf Internet und E-Mail verwiesen werden.

Vielleicht kann man Dienstleistungen des Versorgungsamtes über die Rathäuser oder wenigstens das Landratsamt abwickeln, ohne dass ein Mitarbeiter aus Kassel kommen muss. Im digitalen Zeitalter sollte das möglich sein.

Rubriklistenbild: © dau

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