Pflanze kann menschliche Haut verletzen

Landkreis kämpft gegen den Riesen-Bärenklau

Waldeck-Frankenberg. Eingeschleppte Pflanzen im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind seit Jahren ein großes Problem. Besonders der Riesen-Bärenklau ist für den Menschen gefährlich.

Bei Berührungen kann es zu erheblichen Verletzungen der Haut kommen.

Da sich gerade diese Pflanze, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt, in den vergangenen Jahren im Landkreis zunehmend ausbreitet und vielerorts bekämpft wird, finden regelmäßig Veranstaltungen zum Informationsaustausch statt. Bevor der Riesen-Bärenklau in diesem Jahr wieder austreibt, trafen sich am Mittwoch Vertreter von Gemeinden und Naturschutzverbänden aus Waldeck-Frankenberg und dem Sauerland zum Erfahrungsaustausch in Korbach.

Ulrich Trachte vom Fachdienst Natur- und Landschaftsschutz des Landkreises und Jens Deutschendorf, Erster Kreisbeigeordneter, wiesen bei der Veranstaltung auf die Erfolge hin, die bislang im Landkreis verzeichnet werden konnten. „Wir konnten die Massenbestände im Landkreis in den letzten Jahren erheblich reduzieren. Aber gerade der Riesen-Bärenklau ist immer noch ein Thema“, sagte Deutschendorf. „Die Pflanzen wachsen an manchen Stellen meterhoch. Im Sinne unserer Besucher und Naturliebhaber müssen wir weiter gegen diese Art angehen“, sagte Trachte.

Statt Gift einzusetzen, was gerade in Naturschutzgebieten problematisch ist, wollen die Beteiligten verstärkt auf die Entfernung der Pflanzen mit Gerätschaften setzen. Das ist gefährlich, da es durch die Arbeit an der Pflanze zu unfreiwilligem Kontakt kommen kann. Um Hautschädigungen zu vermeiden, muss Schutzkleidung getragen werden.

Aber auch andere Arten sind im Landkreis auf dem Vormarsch: Die Ambrosia, ursprünglich in Nordamerika beheimatet, löst schwere Allergien aus. Dieser Korbblütler wurde an einigen Stellen im Landkreis gefunden.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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