FDP will Klärung

Für AfD und Freie Wähler: Kritik an Doppelkandidatur

Waldeck-Frankenberg. In Lichtenfels treten bei der Kommunalwahl zwei Kandidaten gleich für zwei politische Gruppen an: Dr. Bernhard Kutting und Andreas Beck stellen sich für die Wählergemeinschaft Lichtenfels auf Stadtebene zur Wahl, auf Kreisebene kandidieren sie für die „Alternative für Deutschland" (AfD).

Nachmittags für die rechtspopulistische AfD im Kreistag, abends für die Wählergemeinschaft in Lichtenfels - geht das? Die FDP im Landkreis sagt nein. Sie kritisiert die Doppelkandidaturen und fordert den Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber, der zugleich Kreisvorsitzender der Freien Wähler (FWG) ist, „reinen Wein einzuschenken“, wenn die FWG bei anderen Parteien weiterhin als zuverlässiger Partner gelten wolle.

„Wenn Vertreter der FDP fordern, die Kreis-FWG solle Einfluss auf die Liste der Wählergemeinschaft Lichtenfels nehmen, dann offenbart das typische Parteidenke, die den Freien Wählern fremd ist“, kontert FWG-Kreisvorsitzender Uwe Steuber. Die Freien Wähler seien - anders als Parteien - eben nicht streng von oben nach unten durchorganisiert.

„Wir haben nie Einfluss genommen auf die Ortsverbände und werden das auch in Zukunft nicht tun“, erklärt Steuber. Für die Gemeindewahlliste der Wählergemeinschaft Lichtenfels sei ausschließlich der Ortsverband verantwortlich. Das habe er als Kreisvorsitzender nicht zu kommentieren. In einer Pressemitteilung habe die Kreis-FWG ihre Position zur AFD deutlich gemacht: Auf Kreisebene sei eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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