Mentaltrainer begeistert 300 Korbacher

85 Kilo und acht Zeigefinger: Einen 85-Kilo-Mann hoben vier Teilnehmer allein mit ihren Zeigefingern hoch. Foto: Vich

Korbach. „Erfolg beginnt im Kopf – Geht nicht, gibt’s nicht“ lautete das Motto der Herbstveranstaltung der Kreishandwerkerschaft. Gemeinsam mit der Kasseler Bank hatte die Kreishandwerkerschaft den Mentaltrainer Thomas Baschab als Referenten geladen.

Baschab ist seit über 20 Jahren ein Pionier im Bereich des Mentaltrainings. Er hat zahlreiche Spitzensportler sowie Vertreter aus der Industrie betreut. Herbert Dinger, Obermeister der Bauinnung und stellvertretender Kreishandwerksmeister, stimmte 300 Gäste in der Stadthalle auf einen humorvollen und interessanten Abend ein. So ließ Baschab vier Personen aus dem Publikum mit den Zeigefingern einen 85-Kilo-Mann einen Meter hoch heben. Was unmöglich anmutete, entpuppte sich als machbar.

„Wir sind alle programmiert und funktionieren nach diesen Programmen“, sagte Baschab. Aufgrund dieser Programme im Kopf entständen Rahmen und Grenzen, die sich der einzelne über seinen Verstand selber steckt.

Umsetzung schwierig

Deshalb erscheine die Umsetzung von Dingen und Zielen häufig unmöglich. „Alles, was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt“, sagte der Mentaltrainer und ergänzte: Der volkswirtschaftliche Schaden durch den Gedanken „geht nicht“ sei unüberschaubar.

Anhand von Spielen und Experimenten veranschaulichte die Funktion von Programmen im Kopf. Probleme stellte er als Wachstumsstufen dar, die eine positive Herausforderung seien. Veränderungen würden ausschließlich an persönlichen Tiefpunkten oder in schwierigen Lebenslagen eintreten. „Wenn man sich im Leben weiterentwickeln will, muss man ans Limit gehen“, sagte Baschab. Gleichzeitig stellte er klar, das mehr Erfolg nicht mehr Arbeitszeit geknüpft sei. „Wenn es besser werden soll, muss es leichter werden. Sie müssen weniger arbeiten“, sagte er dem überraschten Publikum. Eine qualitativ hochwertige Arbeit sei nicht über neun und mehr Stunden möglich.

Ziele setzen

Das Rezept zum Erfolg sowohl in beruflicher, privater als auch gesundheitlicher Sicht sei einfach: sich selbst Ziele setzen und sich ihr Erreichen bildlich vorstellen. Dabei solle man sich maximal fünf Ziele am Tag setzen. Bei täglicher Wiederholung der Übung werde das Unterbewusstsein auf das Erreichen der Ziele programmiert. „Das Unterbewusstsein ist ein phänomenales Wahrnehmungssystem und das mächtigste Werkzeug dieser Welt“, sagte Baschab abschließend.

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