Familie des Skispringers

Weltcup: Leyhes aus Schwalefeld drücken ihrem Stephan die Daumen

Sie sind mächtig stolz auf ihren Stephan (von links): Vater Volker, Bruder Christoph und Mutter Renate Leyhe. Repro: Saure

Schwalefeld. Lange haben Renate und Volker Leyhe gehofft, dass ihr Sohn beim Skisprung-Weltcup starten darf - inzwischen ist es Gewissheit.

Seine Eltern haben es immer als Hobby ihrer Söhne gesehen, doch nun ist mit Stephan Leyhe der jüngerer der beiden quasi hauptberuflich Skispringer. Der 23-jährige Sportsoldat hat sich bis in die Weltelite seiner Sportart gekämpft.

Als Eltern waren sie von Anfang an dabei, erinnern sich an erste Sprungversuche, die Stephan als Steppke von fünf Jahren und sein zwei Jahre älterer Bruder Christoph unternommen haben. Geschmunzelt wird noch heute bei der Erinnerung, als Stephan Leyhe zu Beginn seiner Karriere ein rosarotes Springseil bei einem seiner ersten Wettkämpfe gewann. Inzwischen gesellen sich unzählige Pokale und Medaillen dazu.

Stephan Leyhe

Nur wenige Jahre später sprach der Schwalefelder das erste Mal mit Skispringer-Legende Sven Hannawald: in einem gelb-gestreiften Kostüm für die TV-Sendung „Tigerenten Club“. Vater Volker erinnert sich genau, was Hannawald auf die Frage, was ihm am Skispringen so gut gefalle, geantwortet hat: „Das musst du nachmachen, dann weißt du es.“ Gesagt, getan. Heute gehört Stephan Leyhe zu den besten Skispringern Deutschlands.

An viel Spaß bei den unzähligen Fahrten, gute Kontakte zu anderen Eltern und immer gute Trainer erinnern sich die Leyhes ebenfalls. Entschuldigungen für die Upland-Schule haben sie nicht mehr geschrieben, sondern nur noch Ort und Datum der Veranstaltung in einen Vordruck eingesetzt - so oft war ihr Sohn in Sachen Wintersport unterwegs. Unzählige Male sind sie ihm zu Wettkämpfen hinterher gereist. Jetzt ist es im Hause Leyhe etwas ganz Besonderes, die Weltcup-Auftritte ihres Sohnes am Fernseher zu verfolgen. Gemeinsam mit Sohn Christoph schauen sie sich die Skispringen an.

Dabei herrscht große Anspannung, schwitzige Hände und Nervosität inklusive. Keiner weiß so gut wie seine Eltern, wie viel Schweiß, Trainingsfleiß und Entbehrungen hinter den zuletzt sehr guten Leistungen von Stephan Leyhe stecken. Die ganze Familie drückt ihm die Daumen. „Trotzdem ist er nicht der absolute Mittelpunkt der Familie“, betont Mutter Renate, die trotz des sportlichen Abhebens ihres Sohnes auf dem Teppich bleiben möchte. (zhs)

Tickethotline: 05632-9600

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