Viele Freibäder in Waldeck-Frankenberg sind trotz Hitze schon zu

Sie waren schon „ganz, ganz oft“ da: Die Geschwister Till (7) und Felina (11) sind große Fans des Freibades in Frankenberg und freuten sich, dass es auch in dieser Woche noch geöffnet hat. Foto: Pflug

Waldeck-frankenberg. Die Außentemperaturen sind sommerlich, aber viele Freibäder im Landkreis haben bereits geschlossen: Das Korbacher Freibad hat etwa am 4. September seine Saison beendet – nachdem die Bäderbetriebsgesellschaft die Öffnungszeiten eine Woche verschoben hatte. „Wir können den Betrieb hier nicht parallel fahren“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Wilhelm. Die Sommerpause im Hallenbad endete am 15. August.

Etwa zu diesem Zeitpunkt habe auch das heiße Wetter begonnen, Knackpunkte seien aber Personal und Urlaubspläne: Um beide Bäder zu betreiben, ständen nicht genug Mitarbeiter zur Verfügung. Angesichts der kürzeren Tage und mit kühlen Abenden werde es auch immer aufwendiger, das Wasser warm zu halten. „Weil das Hallenbad geöffnet hat, büßt aber auch niemand etwas ein“, so der Bäderchef.

Auch die Freibäder in Battenberg und Dodenau sind seit Sonntag bereits geschlossen. Bürgermeister Christian Klein begründet das vor allem mit personellen Problemen: „Ein Schwimmmeister ist ausgefallen. Wir müssen nun aber bereits das Hallenbad betriebsfertig machen, da dort nächste Woche Veranstaltungen stattfinden.“ Die Arbeiten würden rund eine Woche dauern. „Da wir wegen der knappen Personallage nicht beide Bäder parallel öffnen können, müssen wir ein Bad schließen, um rechtzeitig fertig zu sein“, erklärt Klein.

Es habe sich allerdings auch gezeigt, dass nach den Ferien trotz guter Witterung die Besucherzahlen bereits zurück gegangen seien. „Und gerade aus dem Bereich der Stammschwimmer wird der Wunsch geäußert, das Hallenbad zeitnah zu öffnen“, sagt Klein.

„Während der Woche gibt es kaum Nachfrage“, sagt Ernst Kesper, Leiter des Willinger Kurbetriebs. Das Usselner Freibad öffnet deshalb nur für Frühschwimmer. Die Heizkosten, um das Bad durchgehend zu wärmen, seien zu hoch. (wf/jpa/mia)

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